Suchen

ESI Group Komplette Simulationslösung für Vibroakustik

| Redakteur: Stefanie Michel

Die neuen Version von VA One von ESI deckt als einzige Lösung auf dem Markt, die ein komplettes Simulationsumfeld für vibroakustische Analyse und Entwicklung bietet, den gesamten Frequenzbereich ab. Die Software fokussiert sich speziell auf eine erhöhte Flexibilität für die tägliche Anwendung.

Firmen zum Thema

Simulation eines Automobil-Schalldämpfers: akustische Reaktion
Simulation eines Automobil-Schalldämpfers: akustische Reaktion
(Bild: ESI Group)

Vibroakustik-Ingenieure benötigen das richtige Simulationsmodell zur richtigen Zeit. Es gibt in etwa so viele unterschiedliche Anforderungen an Simulationsmodelle wie es Meilensteine in einem Projekt gibt – manchmal benötigen Ingenieure schnelle Berechnungen über Nacht, manchmal verlangen sie äußerste Präzision. Die neue Version von VA One soll diese Flexibilität bieten – zusammen mit einer neuen Funktion zur Modellüberprüfung, die unter anderem dafür sorgt, dass über Nacht durchgeführte Berechnungen nicht wegen fehlender oder falscher Parameter fehlschlagen.

Der neue DMP (Distributed Memory Processing) BEM-Solver ist nach Angaben von ESI äußerst leistungsfähig auf High Performanche Computing (HPC)-Architekturen, wodurch die Rechenzeiten für große Modelle bis um den Faktor 10 reduziert werden können. Schnellere Berechnungen sind insbesondere bei schwierigen Aufgabenstellungen vorteilhaft, wie beispielsweise die von Automobil-OEMs zukünftig geforderte Prüfung der Fahrgeräusche von Fahrzeugen nach der UN-Regelung UN/ECE R51.03.

Bildergalerie

Simulationsmodelle schneller aufbauen

Das neue VA One unterstützt mit einer automatisierten Anwenderhilfe beim Aufbau von Simulationsmodellen mit einer Vielzahl von Lastfällen (zum Beispiel die Simulation des Startvorgangs bei Motoren), wodurch sich die bislang üblichen Importzeiten von mehreren Stunden auf wenige Sekunden verringern sollen. Durch eine solche Automatisierung zeitraubender Arbeiten können sich Ingenieure laut ESI auf Aufgaben mit höherer Wertschöpfung konzentrieren.

Die in der neuen Version verfügbare automatische Kopplung mit der Open-Source-CFD-Software OpenFOAM ermöglicht Vibroakustik-Ingenieuren schnelle Leistungsvorhersagen für ihre Entwicklungen, wenn das Simulationsmodell Komponenten mit stationären Strömungsverhältnissen enthält. Automatisch wird dabei eine Standard OpenFOAM-Vernetzung generiert und das vibroakustische Modell zur einfachen Integration in VA-Projekte um die lokalen strömungsdynamischen Eigenschaften ergänzt, wie beispielsweise bei der Schallausbreitung in Rohren, Schalldämpfern und ähnlich gelagerten Fälle. Die vollautomatische Definition des CFD-Modells, der Vernetzung sowie der Nachbereitung aus VA One heraus macht CFD-Berechnungen für Nicht-CFD-Spezialisten verfügbar.

Fortschritte bei der SEA-Modellierung komplexer Platten

Die neuste Version von VA One biete außerdem Fortschritte in der SEA-Modellierung (statistische Energieanalyse) komplexer Platten. Es wurden neue Ansätze ausgearbeitet, um schnell und genau die vibroakustische Antwort von Strukturen zu berechnen, die aus neueren Materialien hergestellt werden, wie sie immer häufiger in der Luftfahrtindustrie genutzt werden (Composite-Verkleidungen und Panele oder laminierte viskoelastische Platten). Dank dieser neuen Entwicklungen können VA-Ingenieure nun – unabhängig von Dicke und Strukturaufbau – die Auswirkung turbulenter Randzonen-Reizungen auf jeden Panel-Typen bewerten.

Eine weitere wichtige Entwicklung in VA One wurde im Bereich des Cloud Computing gemacht, um den Bedürfnisse kleiner Firmen gerecht zu werden, die ad hoc sehr hohe Rechenleistung benötigen, oder aber größeren Firmen eine temporäre Steigerung ihrer Rechenleistung zu ermöglichen. ESI hat sich mit dem Cloud-Computing Anbieter Rescale zusammengeschlossen, um Möglichkeiten für ein Computing-on-Demand für VA One anzubieten. Durch die neu in VA One integrierte Funktionalität können Anwender nun sicher ihre BEM-Berechnung von ihrem Desktop in die Cloud einstellen. Dies ermöglicht ihnen, Durchlaufzeiten zu reduzieren und automatisch die Ergebnisse lokal zur Nachbearbeitung und zur Analyse zu speichern.

(ID:43161992)