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Kistler auf der Fakuma 2017

Komplexe Vorgänge beim Spritzgießen unter Kontrolle haben

| Redakteur: Peter Königsreuther

Ein entscheidender Faktor für das Optimieren und Überwachen des Spritzgießprozesses sowie der Produktion im Werkzeug ist der Druckverlauf, welchen Kistlers neueste Version des Prozessüberwachungssystems Comoneo veranschaulicht und auszuwerten hilft.
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Ein entscheidender Faktor für das Optimieren und Überwachen des Spritzgießprozesses sowie der Produktion im Werkzeug ist der Druckverlauf, welchen Kistlers neueste Version des Prozessüberwachungssystems Comoneo veranschaulicht und auszuwerten hilft. (Bild: Kistler)

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Auf der 25. Fakuma demonstrierte die Kistler Gruppe unter anderem neu geschaffene Funktionen des Systems Comoneo: Das Prozessüberwachungs- und -regelungstool beherrsche mit dem aktuellen Software-Update nun auch die Optimierung von Mehrkomponenten- und RTM-Verfahren.

Zunächst lenkt die Kistler Instrumente AG den Blick zurück auf seine Highlights zur Fakuma 2015: Damals hatte Kistler, wie es heißt, die erste Version seines Prozessmonitoringsystems Comoneo vorgestellt. Spritzgießverarbeiter verfügen seither über eine komfortable Lösung, um ihre Prozesse zu überwachen und zu optimieren, betont das Unternehmen. Auf Basis der Messung des Werkzeuginnendrucks lasse sich die Effizienz der Prozessoptimierung nachhaltig verbessern und gleichzeitig der Ausschuss deutlich reduzieren.

Komplexe Kunststoffteile fordern alternative Fertigungsverfahren

Mit intelligenten Tools wie der Online-Qualitätsprognose und den integrierten Assistenten ist das System Comoneo heute in der Lage, den Anwendern mit ganz unterschiedlichem Know-how verlässliche Unterstützung bei der Qualitätssicherung zu bieten, wie Kistler sagt. Denn viele Verarbeiter sehen sich zunehmend mit neuen, immer komplexer werdenden Aufgaben konfrontiert. Steigende Anforderungen und sich mehrende Funktionsintegration bei der Bauteilgestaltung können laut Kistler nur noch von Mehrkomponentenanlagen mit komplexer Verfahrenstechnik umgesetzt werden. Und im Bereich des konstruktiven Leichtbaus – vor allem was den Automobilbau und die Luftfahrttechnik betreffe – sei das RTM-Verfahren zur industriellen Verarbeitung von Langfasercomposites immer häufiger das Mittel der Wahl. Für solche Verfahren demonstrierte Kistler auf der Fakuma nun auch neue Funktionen im Rahmen der Comoneo-Welt.

2-K- und RTM-Prozesse in den Griff kriegen

Viele Kunststoffteile werden, um beim Beispiel Automobilbau zu bleiben, aus zwei oder mehr Komponenten gespritzt, wie Kistler anmerkt. Daraus folge, dass die dazu nötige Werkzeug- und Verfahrenstechnik entsprechend anzupassen, zu optimieren und zu überwachen sei. Die Herausforderung bei der Auswertung der charakteristischen Werkzeuginnendruckkurven etwa besteht darin, dass je nach Bauteil zwei oder mehr Prozesse getrennt erfasst und bewertet werden müssen, wie es weiter heißt. Die erweiterte Funktionsfähigkeit von Comoneo in der neuen Version 2.1 ermögliche nun die Überwachung von bis zu vier Komponenten in unterschiedlich Werkzeugvarianten.

Eine andere Herausforderung stelle sich beim RTM-Verfahren: Der Aushärteprozess der dazu verwendeten Harzsysteme kann je nach Material, Druck und Temperatur sehr schnell vonstattengehen oder sich über Stunden hinziehen, heißt es. Die Kistler Gruppe biete, um diesem Umstand zu begegnen, spezielle RTM-Sensoren, die in Verbindung mit den erweiterten Funktionalitäten von Comoneo die Basis für Qualitätssicherung und Prozessoptimierung schaffen könnten. Dr. Robert Vaculik, Leiter des Geschäftsfelds Plastics bei Kistler, erläutert: „Mit dem Software-Update für Comoneo 2.1 können unsere Kunden ein bewährtes System für eine viel größere Bandbreite von Anwendungen nutzen.“ Damit lässt sich laut Vaculik die gestiegene Komplexität bei der Kunststoffverarbeitung wesentlich besser beherrschen. Das führe zu höherer Qualität und sinkenden Produktionskosten.

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