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Energieeffizienz

Kompressorherstellung mit Energiespareffekt

| Redakteur: Frank Fladerer

Über das neue Produktionscenter des Unternehmens und die Ausrichtung auf eine energiesparende Produktion sprach MM-Redakteur Frank Fladerer mit Klaus-Hasso Heller, geschäftsführender Gesellschafter der Aerzener Maschinenfabrik GmbH in Aerzen.

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Klaus-Hasso Heller, geschäftsführender Gesellschafter der Aerzener Maschinenfabrik: „Bei drastisch steigenden Energiepreisen und zunehmenden Hinweisen auf einen Klimawandel lag die Energieeffizienz einer neuen Produktionshalle im Fokus des Neubaus.“ Bild: Aerzener Maschinenfabrik
Klaus-Hasso Heller, geschäftsführender Gesellschafter der Aerzener Maschinenfabrik: „Bei drastisch steigenden Energiepreisen und zunehmenden Hinweisen auf einen Klimawandel lag die Energieeffizienz einer neuen Produktionshalle im Fokus des Neubaus.“ Bild: Aerzener Maschinenfabrik
( Archiv: Vogel Business Media )

MM: Sie eröffnen am 3. April Ihr neues Produktionscenter, das konsequent als energieeffiziente Fabrik ausgelegt ist. Welche Überlegung steckt dahinter?

Heller: Durch das dynamische Wachstum der Aerzener Maschinenfabrik in den letzten Jahren entstand der Bedarf nach erheblichen Ausweitungen unserer Produktionskapazitäten. Mit dem neuen Produktionscenter können wir nun mit modernsten Fertigungseinrichtungen die Produktion weiter erhöhen. Bei drastisch steigenden Energiepreisen und zunehmenden Hinweisen auf einen Klimawandel lag die Energieeffizienz einer neuen Produktionshalle daher im Fokus des Neubaus. Aber auch in den bestehenden Fertigungshallen haben wir ein Projekt zur Energieoptimierung und zur Reduzierung des Verbrauchs fossiler Energien begonnen.

MM: Können Sie uns einige Beispiele für Ressourcen schonende Maßnahmen nennen, die Sie umsetzen werden?

Heller: Im neuen Produktionscenter haben wir durch erhebliche Dämmung den Wärmeverlust des Gebäudes auf ein Mindestmaß reduzieren können. Gleichzeitig sind Lackierung, Prüfstände und weitere Maschinen mit Wärmerückgewinnungssystemen ausgestattet worden. Es wurde eine tageslichtabhängige Beleuchtung installiert und auch das Lüftungssystem arbeitet mit Wärmerückgewinnung. Zusätzlich sind wir in der Planungsphase für ein Biomassekraftwerk, welches das Werkgelände mit Wärme und elektrischer Energie versorgen wird.

MM: Wie verändert sich Ihr Fertigungskonzept durch den verstärkten Fokus auf Energieeffizienz?

Heller: Das Fertigungskonzept hat sich durch den Einsatz hochmoderner Bearbeitungszentren erheblich geändert. So sind Bearbeitungszeiten stark reduziert und damit Energieverbräuche pro produziertem Produkt abgesenkt worden. Wesentlicher Punkt ist jedoch die Integration der Überlegungen zur Ressourcenschonung schon in den Planungsprozess der neuen Produktionseinrichtungen. Diesen Weg werden wir auch bei den weiteren anstehenden Investitionsvorhaben konsequent verfolgen.

MM: Einer der Gründe für den Neubau war die Erweiterung der Produktionskapazitäten. Welche Absatzpläne haben Sie für die kommenden Jahre?

Heller: Die Aerzener Maschinenfabrik konnte in den letzten sieben Jahren ein konstantes, deutlich überdurchschnittliches Wachstum erzielen. So ist allein im Jahr 2007 der Auftragseingang um 25% gewachsen. Aber auch für die Zukunft erwarten wir dank einer ungebremsten Produktentwicklung und eines weitergehenden Ausbaus der internationalen Aktivitäten überdurchschnittliche Wachstumsraten. Um diese Kundenbedürfnisse zu decken, werden wir auch in den nächsten Jahren erhebliche weitere Investitionen in den Standort Aerzen durchführen.

MM: Mit der Entwicklung des Delta Blowers haben Sie sich des Themas Geräuschentwicklung angenommen. Wie sieht es mit Trends für die nächste Zeit aus?

Heller: Neben dem Thema der Schalldämmung sind natürlich die Punkte kompakte Bauweise und Energieeffizienz die wesentlichen Trends der Zukunft. Und diese Trends haben wir ja schon sehr deutlich bei unserem neuen Delta Blower Generation 5 berücksichtigt. Auch alle weiteren neuen Produkte der Aerzener Maschinenfabrik werden konsequent diese Trends bedienen.

Das Interview führte MM-Redakteur Frank Fladerer

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