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Konjunkturabkühlung bremst Bosch aus

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die kühlere Weltkonjunktur hat die Bosch-Gruppe ausgebremst. Nach vorläufigen Zahlen erhöhte sich der Umsatz des Unternehmens 2012 um 1,6 % auf 52,3 Mrd. Euro, wie der Konzern am Mittwoch in Stuttgart mitteilt. Die verhaltene Umsatzentwicklung sowie Sonderabschreibungen und Verluste im Photovoltaikgeschäft von voraussichtlich rund 1 Mrd. Euro schmälerten den Ertrag.

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Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, ist mit den neuen Zahlen nicht zufrieden.
Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, ist mit den neuen Zahlen nicht zufrieden.
(Bild: Bosch)

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) liegt nach den vorläufigen Zahlen bei rund 2 % vom Umsatz, heißt es in der Mitteilung weiter. „Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2012 kann uns trotz leichter Umsatzerhöhung und positivem Free-Cash-Flow nicht zufriedenstellen“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Im Jahr 2013 soll deshalb vordringlich an der Verbesserung der Ertragskraft gearbeitet werden, ohne dabei die Investitionen in die Zukunft zu vernachlässigen.

Bosch-Unternehmensbereich Industrietechnik leidet unter schwachem Maschinenbau

Die Eintrübung der Weltkonjunktur war den Angaben zufolge in allen Bereichen der Bosch-Gruppe spürbar. Im Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik entwickelten sich die meisten Geschäftsbereiche positiv. Besonders erfolgreich war das Geschäft mit der Benzindirekteinspritzung, das um 50 % zulegte. Einen deutlichen Rückgang verzeichnete dagegen der Geschäftsbereich Diesel Systems, der besonders durch die Marktschwäche in Europa und ein schwaches Nutzfahrzeuggeschäft in China belastet wurde.

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Im Unternehmensbereich Industrietechnik wirkten sich der Abschwung im Maschinenbau und ein erneuter Preisverfall in der Photovoltaik in Höhe von 40 % negativ aus. Dagegen sei das weniger zyklische Geschäft mit Verpackungsmaschinen für die Pharma- und Nahrungsmittelbranche erfreulich verlaufen. Im Unternehmensbereich Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik belaste die schwierige Wirtschaftslage in Südeuropa vor allem die Geschäftsbereiche Thermotechnology und Bosch Siemens Hausgeräte.

Europa und Südamerika entwickeln sich für Bosch schwach

In der regionalen Betrachtung werde die schwierige Entwicklung in Europa deutlich. Hier wurde der Vorjahresumsatz um 2 % unterschritten, heißt es. Erfreulich habe sich das Geschäft in Nordamerika mit einem Zuwachs von 17 % entwickelt. In Südamerika sei der Umsatz dagegen um 16 % unter dem Wert des Vorjahres geblieben. Die Region Asien-Pazifik zeigte ein verhaltenes Wachstum in Höhe von 5 %.

Der weitere Aufbau der Belegschaft wurde 2012 gebremst und an die Umsatzentwicklung angepasst, wie es heißt. Die Zahl der weltweit beschäftigten Mitarbeiter der Bosch-Gruppe erhöhte sich zum 1. Januar 2013 um etwas mehr als 1 % auf rund 306.000. In Deutschland blieb die Zahl der Beschäftigten nahezu unverändert bei rund 119.000.

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