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Beschichtungsanlagen

Konsortium übernimmt insolventen Beschichtungsanlagenbauer Cemecon

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Vermögenswerte der Cemecon AG, Anlagenbauer und Produzent von Beschichtungen aus Aachen, werden an ein Firmenkonsortium aus der 1C Group AG (Schweiz), Eifeler Werkzeug GmbH (Düsseldorf), H.I.G. European Capital Partners (Hamburg) und Enalog Ventures GmbH (Wien) verkauft. Dies haben die Gläubiger auf ihrer Versammlung in Aachen mehrheitlich beschlossen, wie das Unternehmen mitteilt.

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Cemecon kann aufatmen: Ein Konsortium führt den derzeit insolventen Anbieter von Beschichtungsanlagen und Werkzeugbeschichtungen weiter. Bild: Cemecon
Cemecon kann aufatmen: Ein Konsortium führt den derzeit insolventen Anbieter von Beschichtungsanlagen und Werkzeugbeschichtungen weiter. Bild: Cemecon
( Archiv: Vogel Business Media )

Zuvor hatte Insolvenzverwalter Thomas Georg den Gläubigern mehrere Optionen zur Diskussion gestellt, heißt es weiter. Georg könne damit alle verbliebenen etwa 150 Arbeitsplätze und alle Standorte sichern. Zum Verkauf zählten auch die Auslandsbeteiligungen der Cemecon AG.

Cemecon erhält neue Chance

„Wir haben in den vergangenen Wochen intensive Verhandlungen mit den Interessenten geführt“, sagt Georg. Er sieht die Wahl der Gläubiger als bestmögliche Lösung für alle Beteiligten. „Unser Ziel war es von vornherein, trotz der schweren globalen Wirtschaftskrise möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern und dem Unternehmen eine Chance für die Zukunft zu geben“, erläutert der Insolvenzverwalter.

Dies sei mit dem Verkauf an das Konsortium bestehend aus strategischen Investoren und Finanzinvestoren gelungen. Das Konsortium ist laut Georg bonitätsstark und möchte Cemecon zum Global Player in der Oberflächenbeschichtung aufbauen.

Voraussetzung für den Verkauf ist es, dass Georg in den kommenden Wochen mit dem Konsortium den verhandelten Kaufvertrag unterzeichnet, wie Cemecon weiter berichtet. „Die Eckpunkte stehen bereits fest, das Konsortium muss nun abschließend seine Finanzierung klären“, sagt der Insolvenzverwalter. Ziel sei es, den Kaufvertrag bis Mitte Dezember zu unterzeichnen.

Cemecon-Geschäftsbetrieb läuft trotz Insolvenz weiter

Georg führte den Geschäftsbetrieb seit Insolvenzantragstellung fort, heißt es. Er habe umfangreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt und damit Cemecon an die veränderten Marktbedingungen angepasst.

Die Verantwortlichen von Cemecon hatten Mitte Juni beim zuständigen Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Gericht hatte daraufhin Thomas Georg von der Aachener Kanzlei Mönning & Georg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Grund für den Insolvenzantrag war die Wirtschaftskrise und dabei insbesondere die starke Branchenkrise, die bei Cemecon zu einem Umsatzrückgang von bis zu 50% im Bereich Beschichtung und bis zu 80% im Bereich des Anlagenbaus geführt habe. Der Geschäftsbetrieb sei nach Insolvenzantragstellung unverändert weitergelaufen.

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