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Interimsmanagement

Krisen und Sanierungsbedarf in der Maschinenbaubranche

| Autor: Melanie Krauß

(Bild: gemeinfrei (Pixabay, rawpixel) / CC0)

Interimsmanager werden im Maschinen- und Anlagenbau überdurchschnittlich häufig für Krisen-, Sanierungs- und Restrukturierungsprojekte eingesetzt. Eine mögliche Ursache ist die Weitergabe des Preisdrucks durch Zulieferunternehmen.

Mehr als ein Viertel (26,2 %) der Einsätze von Interimsmanagern in der Maschinenbaubranche ergibt sich aufgrund von Krisen, oder Sanierungs- und Restrukturierungsbedarf. Im Vergleich zum Gesamtmarkt mit 21,1 % der Einsätze fällt der Anteil überdurchschnittlich hoch aus. Das ergab eine aktuelle Studie zum deutschen Interim-Management Marktgeschehen der Ludwig Heuse GmbH. Zum Vergleich: Interimsmanager werden laut Studie in der Branche nur in 15,2 % der Fälle zur Überbrückung eingesetzt. Bei jedem fünften Einsatz (20 %) geht es darum, zusätzlichen Bedarf abzudecken.

„Nachdem die Globalisierung – hier in der Form eines durch weltweite Konkurrenz und Vergleichbarkeit erzeugten Preisdrucks – als erstes die Original Equipment Hersteller (OEM) im ,unternehmerischen Überlebenskampf' zur Restrukturierung zwang, folgten die Zulieferer, an den die OEM den Preisdruck weitergaben. Jetzt kommt diese globalisierungsbedingte Restrukturierungswelle massiv bei den ,Zulieferern der Zulieferer' an, also den Maschinen- und Anlagenbauern“, erläutert Geschäftsführer Ludwig Heuse die Entwicklung.

Die Einschätzung der Marktlage und die Prognose für das Branchenumfeld fallen bei den Interimsmanagern jedoch positiv aus. Für das Jahr 2017 wurde im Rückblick durchschnittlich die Schulnote 1,93 vergeben (im Gesamtmarkt 2,04). Im Jahr 2018 erwarten die Interimsmanager sogar noch eine Verbesserung und vergaben die Schulnote 1,89 (im Gesamtmarkt 1,99).

Beim Thema Digitalisierung schätzten nur 42,9 % der Teilnehmer die Bedeutung für die Branche als hoch ein (im Gesamtmarkt 45,8 %). Dabei seien insbesondere die Unternehmensbereiche Produktion und Unternehmenskommunikation/ Marketing vom digitalen Anpassungsdruck betroffen. Zu den Branchen mit besonders hohem Druck, ihre Geschäftsmodelle anzupassen, gehören unter anderem Banken und Versicherungen, sowie Speditionen und Logistikunternehmen.

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