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VDI Künstliche Intelligenz ist größter IT-Trend

| Redakteur: Melanie Krauß

Laut einer Umfrage des VDI ist der aktuell wichtigste IT-Trend die Künstliche Intelligenz. Als entscheidende Grundlage soll sie die digitale Transformation maßgeblich voranbringen. Bei der Einführung digitaler Geschäftsmodelle herrscht in Deutschland allerdings noch Nachholbedarf.

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(Bild: gemeinfrei (Pixabay, geralt) / CC0)

Bei den IT-Trends steht einer Umfrage unter IT-Experten des VDI zufolge die Künstliche Intelligenz (KI) mit 56 % der Nennungen ganz oben. „Sie hat sich von 0 auf 100 an die Spitze gesetzt“, so Dieter Westerkamp, Bereichsleiter Technik und Wissenschaft beim VDI. Nachdem Daten inzwischen in ganz anderer Qualität zu Verfügung stünden, gehe es jetzt darum, diese Daten so auszuwerten, dass damit neue Lösungen und Potentiale erschlossen werden könnten, unter anderem hochautomatisierte beziehungsweise autonome Systeme. Westerkamp: „KI ist dafür die entscheidende Grundlage und bringt die Digitale Transformation maßgeblich voran.“

Die Umfrageergebnisse zeigen darüber hinaus auf, dass in Deutschland bei der Einführung digitaler Geschäftsmodelle Nachholbedarf existiert. Die gute Nachricht: Immerhin 28,5 % sagen, dass ihr Unternehmen bereits neue Geschäftsmodelle eingeführt hat, im letzten Jahr waren dies erst 20 %.

Nach wie vor groß ist die Unsicherheit beim Thema IT-Sicherheit. Heiko Adamczyk vom Industrial-Security-Spezialisten Koramis: „Auf die Frage, ob das jeweilige Unternehmen IT-seitig bereits angegriffen worden sei, zeigt sich ein vielseitiges aber ausgeglichenes Bild. „Ja“, „nein“, bin mir unsicher“, und „keine Angabe“ teilen sich den Kuchen“. Viele Unternehmen würden im Dunkeln tappen, wüssten wenig oder nichts von einem erfolgreichen Angriff, oder befürchteten einen Imageverlust. „Nur gegen bekannte Angriffe kann ein Gegenmittel entworfen und erfolgreich bei jedem Unternehmen eingesetzt werden. Ausgeprägte unternehmensseitige Transparenz ist hier das entscheidende Kriterium“, so Adamczyk.

Angst haben die Befragten und ihre Unternehmen offensichtlich auch davor, dass die Digitalisierung und eine zunehmende, softwaregetriebene Funktionalität das Risiko steigen lässt. Adamczyk zufolge ist diese Angst gut begründet: „Digitalisierung heißt viel Software, viel Komplexität und viel globale Agilität, die beherrscht werden müssen. Deshalb muss IT-Sicherheit integraler Bestandteil des gesamten Wertschöpfungsprozesses eines Unternehmens sein. Sie ist Chefsache und kann nicht ausschließlich bei der IT-Abteilung abgeladen werden, auch wenn 64 % der Befragten das so sehen.“

78 % der Unternehmen sehen das Thema Sensibilisierung richtigerweise als einen entscheidenden Hebel um die IT-Sicherheit zu steigern. Auf Platz zwei folgt die Umsetzung von Schutzmaßnahmen. Adamczyk zufolge eine richtige Einschätzung wenn bekannt sei, welches Risiko überhaupt bestehe und was eigentlich geschützt werden müsse. „IT-Sicherheit ist ein Prozess und keine technische Maßnahme wie etwa eine Firewall.“ IT-Sicherheit benötige einen Plan, der sich aus bestehenden technischen Regeln ablesen lasse. Es sei daher verwunderlich, dass die Anwendung von Richtlinien und Normen auf einem der unteren Plätze zu finden sei. Adamczyk: „Normen im Bereich IT-Sicherheit bilden anerkannte Regeln und Erfahrungen ab. Sie sind eine echte Hilfe und sollten angewendet werden.“

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