Robotik Kuka will sich Reis einverleiben

Redakteur: Jürgen Schreier

Die Kuka AG und die Gesellschafter der Reis-Unternehmensgruppe haben eine Absichtserklärung über den möglichen Einstieg von Kuka bei Reis unterzeichnet. Das geht aus einer Ad-hoc-Mitteilung des Augsburger Roboterherstellers hervor.

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Das Produktprogramm von Reis Robotics umfasst nahezu alle Industrieroboter-Kinematiken: Knickarm-, Linear-, Portal-, Horizontalknickarm-, und Spezialroboter.
Das Produktprogramm von Reis Robotics umfasst nahezu alle Industrieroboter-Kinematiken: Knickarm-, Linear-, Portal-, Horizontalknickarm-, und Spezialroboter.
(Bild: Reis)

Entsprechend dieser Absichtserklärung soll sich Kuka zum 1. Januar 2014 mit einem Anteil von 51 % an der Reis Group Holding GmbH & Co. KG beteiligen. Danach soll Kuka die Möglichkeit haben, die Beteiligung auf 100 % zu erhöhen.

Reis betreibt Werk in China

Reis mit Sitz in Obernburg produziert Industrieroboter, Roboterperipherie, Stanzentgratpressen, Tuschier- und Versuchsspritzpressen sowie passende Werkzeuge. Das Unternehmen engagiert sich seit einigen Jahren stark in der Automatisierung der Photovoltaikfertigung. Erst kürzlich hat Reis ein Werk im chinesischen Kunshan eingeweiht, das bereits zwei vollautomatische PV-Anlagen mit einer Fertigungskapazität von 300 MWp an ein führendes chinesisches Energieunternehmen ausgeliefert hat.

Zudem wurde vor wenigen Wochen ein „Memorandum of Understanding“ mit dem chinesischen Werkzeugmaschinenhersteller Jiangsu Yawei Machine Tool Co. unterzeichnet, das eine Technologiepartnerschaft für einzelne Produkte aus dem Reis-Portfolio vorsieht.

Joint Venture mit Jiangsu Yawei Machine Tool Co. vereinbart

Parallel dazu vereinbarten beide Unternehmen die Gründung eines gemeinsamen 50:50-Joint-Ventures zur Nutzung dieser Lizenzen. Das Joint-Venture-Unternehmen erhält von Reis Robotics die Lizenz zur Fertigung und zum Vertrieb von verschiedenen Produktfamilien aus dem Roboterprogramm von Reis in China.

Auch in die Montage von Batterien für die Energiewende ist das Unternehmen involviert. So wird WZL der RWTH Aachen intensiv an einer Produktionsanlage für die neuste Generation dieser Batterien gearbeitet. Das System bietet die Möglichkeit den kompletten Fertigungsprozess von der Beschichtung der Elektroden bis zum Batterie-Pack darzustellen sowie zu optimieren.

Bei Batteriemontage-Projekt des WZL aktiv

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Gesamtanlage ist die Laserschweißanlage von Reis. Diese besteht aus einem Knickarm-Roboter RV60-60, einem 180°-Drehtisch für das hauptzeitparallele Rüsten und Entnehmen der Bauteile, einem Dreh-Kipp-Modul zur Bauteilmanipulation sowie einer lasersicheren Schutzumhausung.

Als Laserquelle kommt ein Scheibenlaser Trudisk von Trumpf mit einer programmierbaren Fokussieroptik (PFO 3D) zum Einsatz. Die Roboterzelle lässt sich über das Offline-Programmierungs-Tool Provis visualisieren. Damit ist es möglich Bauteilzugänglichkeiten und Taktzeiten im Vorhinein zu überprüfen sowie neue Programme parallel zum Betrieb der Anlage zu erstellen.

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