Hydraulikaggregate

Kundenspezifisch fertigen ist kein Problem

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An dieser Stelle kommen schließlich die Hydraulikaggregate von Tries ins Spiel. Redundant sind sie paarweise in jedes Schienenfahrwerk integriert und für das Warmfahren der Bremszylinder bei tiefen Umgebungstemperaturen sowie für das Betätigen und Lösen der Bremse vor beziehungsweise nach Bremsvorgängen verantwortlich. Der gelbe Führungsträger der aufgrund seines steifen, vertikalen Ausführung auch bei Windgeschwindigkeiten von 10 Bft schnell und exakt positioniert werden kann verfügt über zwei weitere Hydraulikaggregate. Sie sind zum einen dem Bremssystem der Positioniereinheit zugeordnet. Zum anderen kann bei einem eventuellen Ausfall des Seilantriebes der Führungsträger samt Spreader mit Hilfe der Hydraulikaggregate in einem Notbetriebsmodus verfahren werden. Somit kommen pro ASC-Einheit 6 Hydraulikaggregate zum Einsatz.

Prüfstände für praxisnahe Lastkollektive und kundenspezifische Messungen

In den Qualitätsmanagement-Ablauf von Tries ist eine hundertprozentige Prüfung implementiert. Jedes Aggregat wird nach der Fertigungsphase ausgiebig einer Funktionsprüfung unterzogen. Bei diesem Test wird die Arbeitsweise des Systems (Fördermengen, Druckverhalten) und wenn erforderlich, Schallpegelmessungen vorgenommen. Neben konventionellen Aggregaten entwickelt die Sparte Sondermaschinenbau komplette Prüfstände (Bild 3). Dadurch erweitert sich der Tätigkeitsbereich neben der Hydraulik auch auf den Vorrichtungs- und Anlagenbau.

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Die Prüfstände werden zum einen genutzt, um die werkseigenen Produkte mit praxisnahen Lastkollektiven zu beanspruchen sowie aufwändige Prüf- und Montagevorgänge prozessoptimiert zu automatisieren. Zum anderen werden maßgeschneiderte und technisch anspruchsvolle Mess- und Prüfeinrichtungen nach Kundenanforderung geplant, konzipiert und aufgebaut. Die Prüfstände können hierbei eigenständige Lösungen sein oder direkt in bereits bestehende Montagelinien integriert werden. Je nach Anforderung werden die Prüfvorgänge manuell, halbautomatisiert oder vollautomatisiert durchgeführt (Implementierung von Labview von National Instruments) und parallel dazu visualisiert und protokolliert. Über Multifunktionsdisplays mit Touchfunktion lassen sich die Prüfstände bedienen. Des Weiteren verfügen sie optional über Messeingänge für Sensoren. Zur Fernsteuerung können Bussysteme in das System integriert werden, die Anbindung in Firmennetzwerke kann über eine Ethernetschnittstelle erfolgen.

* Felix Neubauer ist Entwicklungsingenieur bei der Tries GmbH & Co. KG Hydraulik-Elemente Ehingen in 89584 Ehingen

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