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Kunststoffe

Kunststoffverpackungsbranche leidet unter Rekord-Rohstoffpreisen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Hart getroffen wird die Kunststoffverpackungsbranche von den schon im vierten Monat ansteigenden Rohstoffpreisen. Wie die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen mitteilt, haben die Preise den Stand des ersten Halbjahres 2008 erreicht. Damals war die Kunststoff-Nachfrage allerdings noch wesentlich höher gewesen.

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Mit drastisch steigenden Rohstoffpreisen sehen sich die Hersteller von Kunststoffverpackungen konfrontiert. Bild: Rose Plastic
Mit drastisch steigenden Rohstoffpreisen sehen sich die Hersteller von Kunststoffverpackungen konfrontiert. Bild: Rose Plastic
( Archiv: Vogel Business Media )

Insofern seinen die aktuellen Preisanstiege nicht allein auf den konjunkturellen Aufschwung zurückzuführen und auch nicht ausschließlich auf die Preiserhöhungen bei den Vorprodukten. in diesem Zusammenhang führt die Industrievereinigung die Preiserhöhung bei Polyethylen gegenüber dem Vorprodukt Ethylen ab, die sich verdoppelt habe.

Die dadurch erzielte Einnahmenverbesserung bei den Kunststofferzeugern führe zu weiteren drastischen Margenrückgängen bei den Verpackungsunternehmen, heißt es. Am Beispiel des unglaublichen Preissprungs beim Vorprodukt Butadien werde die besondere finanzielle Belastung für viele Folienhersteller deutlich. Ein zusätzliches Problem sind nach Vebandsangaben die hohen Energiekosten. So habe sich Rohöl in den letzten Monaten deutlich verteuert.

Nach dem Krisenjahr 2009 seien die Verpackungsunternehmen jetzt gezwungen, schnellstmöglich Lösungen mit ihren Kunden zu finden. Zudem würden sich in einigen Produktsegmenten Versorgungsengpässe zeigen. Durch reduzierte Cracker- und Raffinerie-Kapazitäten in Europa ist nach IK-Angaben die Situation beim Polypropylen besonders angespannt.

Aus Sicht von IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn werden zurzeit durch den starken Aufschwung in China zu wenige Kunststoffe nach Europa importiert. Experten rechnen deshalb nicht mit einer kurzfristigen Entspannung, weder bei den Rohstoffpreisen noch bei der Versorgungssicherheit.

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