Arbeitsmarkt Kurzarbeit in Deutschland steigt deutlich

Quelle: dpa

Die Zahl der sich in Kurzarbeit befindlichen Beschäftigen in Deutschland ist nach Analysen des Ifo-Instituts deutlich gestiegen. Hier mehr Infos.

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Vor allem die Automobilbranche driftet wieder zusehends in die Kurzarbeit, wie das Ifo-Institut jetzt meldet. Doch es trifft so gut wie alle Industriezweige.
Vor allem die Automobilbranche driftet wieder zusehends in die Kurzarbeit, wie das Ifo-Institut jetzt meldet. Doch es trifft so gut wie alle Industriezweige.
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Im Dezember 2021 stieg die Zahl der Kurzarbeitenden um 167.000 auf insgesamt 879.000, wie die Münchener Wirtschaftsforscher gestern mitteilten. Im November waren es demnach noch 712.000. Damit stieg der Anteil der Kurzarbeiter von 2,1 Prozent auf 2,6 Prozent, heißt es weiter.

Metall- und Elektroindustrie besonders betroffen

Die Industriezweige mit einem der höchsten Anteile an Kurzarbeit seien die Metall verarbeitenden Unternehmen und die Elektrobranche. Zwischen August und Dezember letzten Jahres sei dieser Anteil von 24 auf 35 Prozent gestiegen, teilte zusätzlich der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit. Nach Aussagen des Verbandes waren dort gemäß den Hochrechnungen des Ifo-Instituts im Dezember rund 308.000 Beschäftigte in Kurzarbeit, was im Vergleich zu November ein Plus von 15.000 ergibt.

Kurzarbeitsanstieg vor allem im Automobilsektor

Besonders verbreitet ist Kurzarbeit in der Autobranche. Es sind derzeit 17,6 Prozent respektive 166.000 Beschäftigte, die sie betrifft. In der Industrie insgesamt stieg die Zahl von 381.000 auf 390.000 (5,6 Prozent). Das, so äußerte sich ein Ifo-Experte, ist eine Folge der zunehmenden Lieferengpässe, die die oben genannten Industriezweige jetzt mit ganzer Härte treffen.

Vor der Pandemie (Februar 2020) lag die Zahl der Kurzarbeiter lediglich bei 134.000. Sie sprang aber bereits im März diesen Jahres auf 2,6 Millionen Betroffene und erreichte im April 2020 den Rekordwert von 6 Millionen. Die nun veröffentlichten Zahlen des Ifo-Instituts verdeutlichten nun erneut, dass der Aufholprozess nach den beiden Rezessionsjahren 2019 und 2020 zum Stillstand gekommen sei. Auch das Gastgewerbe und der Einzelhandel seien massiv betroffen, wie es abschließend heißt.

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