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Coronavirus Kurzarbeitergeld jetzt bis zu 21 Monate

Redakteur: Melanie Krauß

Das Bundesarbeitsministerium hat die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 21 Monate verlängert. Die Verordnung tritt rückwirkend zum 31. Januar 2020 in Kraft.

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Als Reaktion auf die Coronakrise hat die Bundesregierung die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld erhöht.
Als Reaktion auf die Coronakrise hat die Bundesregierung die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld erhöht.
(Bild: ©Gina Sanders - stock.adobe.com)

Die Bundesregierung hat die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf 21 Monate verlängert. Mit der Verordnung soll einerseits erreicht werden, dass ab April 2020 in den Fällen nahtlos weiter Kurzarbeitergeld bezogen werden kann, in denen die Bezugsfrist bereits im März 2020 erreicht wurde. Zum anderen tritt die Verordnung bereits zum 31. Januar 2020 in Kraft. Damit wird ermöglicht, dass auch Unternehmen ab dem 1. April erneut Kurzarbeitergeld nutzen können, die die zwölfmonatige Bezugsdauer bereits im Januar, Februar oder März 2020 voll ausgeschöpft haben. Sie müssen die bisher geltende Wartefrist von drei Monaten nicht einhalten.

Die Verordnung des Arbeitsministers wurde am 20. April 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

„Der Minister hat mit der Rechtsverordnung Tausende von Arbeitsplätzen bis auf weiteres gerettet. Vor allem Betriebe in der automobilen Wertschöpfungskette mussten bereits vor Beginn der Corona-Krise Beschäftigte in die Kurzarbeit schicken“, so VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann über die neue Verordnung. „Ob die Verlängerung auf 21 Monate ausreicht, wird auch vom Verlauf der Corona-Pandemie abhängen, aber ein wichtiger Schritt ist nun getan.“

Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) begrüßt die Verordnung ausdrücklich, da sie Betrieben in schwierigem Fahrwasser die nötige Planungssicherheit gebe und Entlassungen vermeiden könne.

Im Herbst soll geprüft werden, ob und inwieweit weiterer Regelungsbedarf besteht. Mit der bestehenden Ermächtigung für die Bundesregierung nach § 109 Abs. 1 Nr. 2 SGB III ist schon heute eine gesetzliche Möglichkeit für einen Bezug des Kurzarbeitergelds von bis zu 24 Monaten gegeben im Falle „außergewöhnlicher Verhältnisse auf dem gesamten Arbeitsmarkt“.

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