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Kompressoren

Langzeit-Verbrauchsauswertung hilft bei der Optimierung von Druckluftsystemen

15.10.2008 | Autor / Redakteur: Frank Fladerer / Frank Fladerer

Bild 1: Energieeffizienz aus dem Koffer: Mit dem Messequipment werden mehrere Tage lang Anlagendaten aufgenommen, anhand derer das Druckluftsystem optimiert werden kann.
Bild 1: Energieeffizienz aus dem Koffer: Mit dem Messequipment werden mehrere Tage lang Anlagendaten aufgenommen, anhand derer das Druckluftsystem optimiert werden kann.

Die Betrachtung des Gesamtsystems ist der Schlüssel bei der Optimierung von Druckluftanlagen. Nur wenn alle Komponenten von Kompressoren über bedarfsgerechte Steuerung bis zur Druckluftaufbereitung aufeinander abgestimmt sind, kann das System energieeffizient arbeiten. Mit Hilfe eines Check-ups können Schwachstellen aufgedeckt werden.

Die wichtigste Kenngröße für die Einschätzung der Energieeffizienz einer Druckluftanlage ist die Höhe des Gesamtenergieverbrauchs bezogen auf die zur Verfügung gestellte Druckluftmenge — also ein Wert, der angibt, wie viel Energie der Betreiber der Anlage pro Kubikmeter Druckluft benötigt. Für diese Bilanz ist entscheidend, dass die Anlage nur soviel Druckluft erzeugt, wie tatsächlich gebraucht werden, denn etwa 95% der aufgewandten Energie wird prozessbedingt in Wärme umgewandelt. Unabdingbar für die Energieeffizienz eines Druckluftsystems ist somit die optimale Anpassung der Kompressorleistung an den Bedarf.

Um eine Einschätzung der Energieeffizienz einer Druckluftversorgung treffen zu können, bietet sich eine Langzeitbetrachtung mit anschließender Auswertung an. Ein aktuelles Beispiel für ein solches Check-up-System stellt der Aireport von Boge dar, der Schwachstellen aufdecken und durch die Bereitstellung einer soliden Datenbasis Optimierungspotenziale aufzeigen soll (Bild 1).

Verringerung von Leckage und Leerlaufzeiten erhöhen Energieeffizienz

Die Auswertung der Beratungen zeigt klar: Abgesehen von Leckagen bietet die Reduzierung von Leerlaufzeiten das größte Energieeinsparpotenzial. Bei Messungen stellt das Unternehmen regelmäßig Leerlaufanteile zwischen 5 und 25%, in einzelnen Fällen sogar mehr als 50% fest. Im Leerlauf benötigen Kompressoren in der Regel 30% des Nennstroms, bei älteren Kompressoren kann dieser Wert auf bis zu 40% steigen.

Ziel des Aireport ist, die Leerlaufanteile unter 1% zu senken. Abgesehen von der Energieverschwendung tritt auch ein höherer Verschleiß als nötig auf, so dass die Wartungskosten bei optimierter Nutzung des Kompressors ebenfalls sinken.

Energieeffizienz-Steigerung auch durch geringeren Druckabfall

Weitere Stellschrauben für die Erhöhung der Energieeffizienz einer Druckluftanlage ist die Minimierung der Leckagemenge. Gleiches gilt für den Druckabfall zwischen Drucklufterzeuger und -verbraucher. Der erzeugte Höchstdruck sollte ebenfalls so gering wie möglich sein, um dauerhaft wirtschaftlich zu arbeiten. Oft wird in diesem Punkt der Druckluftbedarf überschätzt. Und das gerade angesichts moderner Steuerungssysteme, die in der Lage sind,

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