Eurolaser Laser schafft lebensgroße Acryl-Figuren für Lüneburger Museum

Autor / Redakteur: Sabrina Gade / Peter Königsreuther

Eurolaser hat das Museum Lüneburg mit seiner Expertise zum Kunststoffschneiden unterstützt. Dieses Projekt veranschaulicht, wie gut Kunst, Kultur und unsere Hightech-Lasersysteme harmonieren. Für die Ausstellungsräume hatte man sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Lebensgroße Figuren aus Acrylglas.

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Nachts im Lüneburger Museum? Fast! Eurolaser hat das Haus mit lebensgroßen Acrylglas-Figuren (PMMA) bereichert, die via Laserschneiden mit Eurolaser-Systemen gefertigt wurden. Das Unternehmen hat lange Jahre Erfahrung bei der präzisen Laserbearbeitung dieses transparenten sowie dekorativen Kunststoffs.
Nachts im Lüneburger Museum? Fast! Eurolaser hat das Haus mit lebensgroßen Acrylglas-Figuren (PMMA) bereichert, die via Laserschneiden mit Eurolaser-Systemen gefertigt wurden. Das Unternehmen hat lange Jahre Erfahrung bei der präzisen Laserbearbeitung dieses transparenten sowie dekorativen Kunststoffs.
(Bild: Eurolaser)

Der Wunsch des Museums lieferte Euolaser einen willkommenen Anlass, um die eigene Kernkompetenz sogleich mit einem guten Zweck zu verbinden. Denn Unterstützung regionaler Institutionen liegt Eurolaser seit jeher am Herzen.

Laserschneiden im Großformat

Für die Herstellung der Figuren haben wir gegossenes Acrylglas mit einer Materialstärke von 15 mm verwendet. Da die Figuren teilweise über 2 m hoch werden sollten, nutzten wir die Lasersysteme XL-1600 beziehungsweise XL-3200 für den Zuschnitt. Mit den großen Bearbeitungsflächen dieser Cutter konnten die Figuren in einem Stück aus den Acrylplatten geschnitten werden.

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Ein wichtiges Detail der fertigen Figuren ist die glatte Schnittkante – schließlich präsentieren sie dem Besucher die Ausstellungsstücke. Das Museum legt daher Wert auf den glänzenden, hochwertigen Effekt der glasklaren Schnittkanten des Acryls.

Die herkömmliche Bearbeitung von Acrylglas erfordert diverse Bearbeitungsschritte, um an der Schnittkante wieder eine klare, transparente Oberfläche zu erhalten und es gibt deutliche Einschränkungen bei filigranen Innenkonturen. Beim berührungslosen Laserschneiden hingegen entsteht durch das extrem stark gebündelte Laserlicht eine starke, punktuelle Wärmebildung, die das Acryl sofort verdampfen lässt. Nach dem Zuschnitt ergeben sich von selbst die gewünschten klaren und glatten Konturen, die keiner weiteren Nachbearbeitung bedürfen. Es gibt somit im Ganzen nur einen Bearbeitungsschritt.

Warum Acryl mit Eurolaser-Systemen schneiden?

  • Glasklare, glatte Schnittkanten in einem Arbeitsgang;
  • Kein Einspannen oder Fixieren der Acrylplatten nötig;
  • Kaum Bruch und Verschnitt, da Laserschneiden berührungslos erfolgt;
  • Keine Acryl-Späne – weniger Schmutz und Reinigungsaufwand;
  • Praktisch radiusfreies Schneiden von Innenkonturen bei fast allen Acrylglasstärken;
  • Acryl-Bearbeitung MIT Schutzfolie möglich – ohne Materialbeschädigungen;
  • Kombinierte Acryl-Bearbeitung mit Fräswerkzeug und CO2-Laser auf einer Maschine;
  • Eine Vielzahl von Tischgrößen in petto – passend für alle handelsüblichen Acrylplatten-Formate;
  • Großformatige Gravuren (auch Reliefs) über die gesamte Bearbeitungsfläche machbar.

Zur Vollendung der Figuren fehlte nur noch etwas Farbe. Eine ansässige Werbeagentur wurde mit dem Bekleben des Acryls beauftragt. Die bedruckten Folien sorgen seitdem für einen dezenten Farb-Effekt. Extra konstruierte Stahl-Füße sorgen für eine standsichere und feste Platzierung der großen und schweren Acrylmenschen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Automatisiertes Laserschneiden von Kunststoff

Schnell, präzise und flexibel – Anforderungen, die an moderne Produktionsanlagen gestellt werden. Das norddeutsche Unternehmen Eurolaser GmbH stellt sich diesen Herausforderungen seit mehr als 20 Jahren und zählt zu den Spezialisten für CO2- Lasersysteme zum Schneiden und Gravieren von Nichtmetallen. Die großformatigen Laser Cutter punkten durch Effizienz und Langlebigkeit. Ein wesentliches Verkaufsargument ist vor allem die modulare Erweiterbarkeit der Systemtechnik. So können Nutzer ihre Produktionsanlage im Zeitverlauf an veränderte Bedingungen im Produktionsprozess anpassen.

Verschiedene Prozesse ideal kombinieren

Seit jeher steht die Erweiterbarkeit der Lasersysteme im Vordergrund der Entwicklungen. Auch die neuen Modelle sind im Baukasten-Prinzip konzipiert, um dem Anwender immer die passende Lösung für seine spezielle Anwendung bereitzustellen. Besonders interessant ist die Möglichkeit, mechanische Werkzeuge parallel zum Laser zu nutzen und somit die Bearbeitungsflexibilität weiter zu erhöhen. Dem Kunden steht dafür die gesamte hochwertige Werkzeugpalette der Zünd Systemtechnik AG aus der Schweiz zur Verfügung. Neben Fräsen sind unzählige Messer, Rill-, Markier- und Stanzwerkzeuge verfügbar. Somit lassen sich die Vorteile verschiedener Verarbeitungsverfahren ideal kombinieren, alles auf nur einer einzigen Maschine.

Kernkompetenz Acryl und Folie

Für die Acrylbearbeitung ist die Nutzung innovativer Lasertechnologie wie geschaffen und bietet gegenüber herkömmlichen Verfahren viele Vorteile. Konventionelle Bearbeitungsverfahren wie Sägen oder Fräsen verursachen beispielsweise Abfall in Form von Acryl-Spänen, verursachen zusätzlichen Aufwand beim Polieren oder Flammen und es gibt deutliche Einschränkungen bei filigranen Innenkonturen.

Bei der kontaktfreien Bearbeitung mit dem Laserstrahl hingegen „schmilzt“ das Acryl. Nach der Wiedererstarrung der Schnittkante ergeben sich die gewünschten klaren und glatten Konturen, die keiner weiteren Nachbearbeitung bedürfen. Es gibt somit im Ganzen nur einen Bearbeitungsschritt. Die Wärmeeinflusszone ist dabei so minimal, dass das Materialgefüge erhalten bleibt.

Ein ebenso großer Markt ist der Zuschnitt von Kunststofffolien. Hier spielen vor allem die Automobilindustrie, Frontblenden für Haushaltsgeräte und Tastaturfolien eine Hauptrolle. In den vergangenen Jahren ist ein weiterer Trend in der Nutzung der Laserschneidsysteme zu erkennen. Der Textilmarkt entwickelt sich außerordentlich stark. Das reicht von technischen Textilien wie Filtermedien bis zu Plüschmaterial für die Spielzeugindustrie...

Synthetische Textilien in fusselfreier Wunschkontur

Verschiedene Zuführsysteme ermöglichen die vollautomatische Bearbeitung der Textilien, direkt von der Rolle. Abwickeln, schneiden, aufwickeln und softwaregesteuerte Optimierung sind mittlerweile Standard. Moderne Nesting-Funktionen ermöglichen durch geschickte Anordnung der einzelnen Schnittpattern eine Materialersparnis von bis zu 25 %. Durch diesen vollautomatischen Prozess kann rund um die Uhr, sieben Tage die Woche produziert und das volle Potenzial der Lasersysteme genutzt werden. Mit einer hohen Anschlussgenauigkeit nach einem Materialvorschubzyklus können quasi endlos lange Zuschnitte erfolgen. Die Zuführung des Ballenmaterials erfolgt über eine automatische Abwickeleinheit. Eine Kantensteuerung des Abwickelsystems sorgt für die passgenaue Platzierung des Materials.

Für Kunstfasern etwa gibt es oft noch einen besonderen Nebeneffekt, denn der Laserschnitt bildet durch seine heiße Energiebündelung an der Schnittkante auf Wunsch einen Schmelzsaum, der mehr oder weniger ausgeprägt sein kann. Dies bietet hinsichtlich der Weiterverarbeitung einige sehr praktische Eigenschaften, wie zum Beispiel definierte Schnitt- oder Abnähkanten, sie fransen nicht aus und bleiben fusselfrei. MM

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