Rofin

Lasergeschweißte Handtuchheizkörper: ein Hauch von Wellness im Alltag

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Erste Versuche im Hamburger Applikationslabor ergaben, dass der verwendete austenitische Cr-Ni-Stahl AlSI 304 gut zu bearbeiten ist, die Streubreite der Spaltgrößen jedoch zu groß war und damit eine konstante hochwertige Schweißnaht nicht gewährleistet werden konnte. Gemeinsam mit Rodomach wurden die Produktanforderungen ermittelt und dem Kunden Vorschläge zur Verbesserung empfohlen, um die Automatisierung und Schweißbarkeit bei konstant hoher Qualität zu ermöglichen.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

„Die Zusammenarbeit mit den Applikateuren aus Hamburg war wirklich unkompliziert und sehr hilfreich“, berichtet Roel Doornebosch, Geschäftsführer von Rodomach. Mit Peter Kallage, Leiter des Applikationslabors in Hamburg, stand man bei den Versuchen in sehr gutem Kontakt und regem Austausch. Die Spanntechnik stand bei vielen Gesprächen im Fokus, ist sie doch beim Schweißen häufig das A und O. Mit einer cleveren Lösung, die auf klassische Schweißlehren verzichtet und deren Spannblöcke gekühlt sind, schlug man schließlich zwei Fliegen mit einer Klappe: neben dem sicheren servo-gesteuerten Verspannen ermöglicht die gekühlte Vorrichtung, dass alle Schweißpunkte mit den gleichen Parametern geschweißt werden können, da das Bauteil sich nicht erhitzt und damit nicht verzieht.

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Hamburger Applikateure empfahlen nach Abschluss der Versuche einen 2 kW Faserlaser Rofin FL 020 mit einer 300 μm Faser und eine Brennweite von 300 mm. „Mit der hohen Tiefenschärfe hat der Kunde eine größere Prozesstoleranz und kann damit seinen Ausschuss reduzieren und somit die Produktivität verbessern“, so Peter Kallage. Durch den Einsatz eines Strahlschalters kann ein Laser zwei Roboterschweißstationen bedienen, die jeweils im Wechsel die beiden Seiten des Heizkörpers verschweißen. „Wir haben die Steuerung der Anlage, der beiden Roboter und des Lasers an einem Terminal zusammengefasst, um dem Kunden eine einfache Bedienung der Anlage zu ermöglichen“, berichtet Doornebosch. „Der Kunde war sich zu Beginn unserer Zusammenarbeit über die Komplexität der Anforderungen bewusst und war gespannt was wir ihm anbieten können. Anscheinend haben wir ihn überrascht, denn eine am Ende so einfache Lösung hatte er nicht erwartet.“ Mit einer Schweißgeschwindigkeit von 2 m/min, einem Drucktestergebnis, das statt der geforderten 25 bar sogar 250 bar hielt und der konstant hohen Qualität der Schweißnaht erfüllt nicht nur die Bedienung der Anlage alle Anforderungen des Kunden. Und so hat man in Russland schon jetzt zwei weitere Anlagen in Deventer geordert und kann sagen: alles in trockenen Tüchern!

Rofin auf der Euroblech 2016: Halle 11, Stand G154

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