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Concept Laser

Laserschmelzanlage jetzt auch für Titan und Titanlegierungen

| Redakteur: Stefanie Michel

Concept Laser erweitert sein Angebotsspektrum um ein Einstiegsmodell für Titananwendungen. Die neue Mlab cusing R wurde zur wirtschaftlichen Herstellung von filigranen Dentalprodukten und Medizinalimplantaten, sowie für medizintechnische Instrumente aus Titan entwickelt.

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Die Metall-Laserschmelzanlage Mlab cusing R eignet sich nun auch für Titananwendungen zur wirtschaftlichen Herstellung von filigranen Produkten.
Die Metall-Laserschmelzanlage Mlab cusing R eignet sich nun auch für Titananwendungen zur wirtschaftlichen Herstellung von filigranen Produkten.
(Bild: Concept Laser)

Die Kleinanlagen der Mlab-cusing-Familie von Concept Laser bieten Anwendern den Einstieg in die „Fliegengewichtsklasse“ des Laserschmelzens mit Metallen. Die Metall-Laserschmelzanlage Mlab Cusing R eignet sich zur Herstellung von Bauteilen mit filigranen Strukturen aus Titan und Titanlegierungen. Laut Hersteller bietet sie sehr gute Optik und Strukturen, wenn es auf hohe Oberflächenqualität und feinste Bauteilstrukturen ankommt. Eine Besonderheit ist das Schubladenprinzip mit einem Gloveboxwagen. Es ermöglicht einen schnellen Materialwechsel ohne das Risiko der Konatminierung von Pulwerwerkstoffen.

Schubladenprinzip ermöglicht schnellen Wechsel des Materials

Die Metall-Laserschmelzanlage bietet kompakte Abmessungen mit 705 mm × 1848 mm × 1220 mm (B×H×T) bei einem Gewicht von 500 kg. Das Arbeitsprinzip ist einfach: Der Gloveboxwagen wird zum Be- bzw. Entladevorgang an der Maschine angedockt. Das Baumodul kann durch das Schubladenprinzip einfach in die Glovebox herausgezogen werden. Anschließend wird die Glovebox mit Argon geflutet, bis der Sauerstoffgehalt gegen Null geht. Über die Gloveboxhandschuhe erfolgt der Eingriff des Bedieners in die Baukammer, um den Beladevorgang bzw. die Bauteilentnahme durchzuführen. Nach Beendigung des Vorgangs wird das Baumodul wieder in die Maschine eingezogen und abschließend der Gloveboxwagen abgedockt.

Das Schubladensystem ist in drei verschiedenen Bauraumvarianten erhältlich: 50 mm × 50 mm, 70 mm × 70 mm und 90 mm × 90 mm. Die Bauraumhöhe beträgt immer 80 mm. Das Schubladenprinzip ermöglicht den Einsatz von unterschiedlichen Bauräumen in einer Maschine. Der Anwender kann die Schubladen leicht austauschen und bleibt so flexibel: Dies bietet besondere Vorteile bei der Verarbeitung von Edelmetalllegierungen, bei deren hohen Materialpreisen sich der Einsatz eines kleineren Bauraums empfiehlt. Zudem besteht eine einfache Entnahmemöglichkeit der Schublade zur Werkstoffaufbewahrung. Eine Kontaminierung des Pulvers mit Sauerstoff ist durch den Bauteilaufbau im geschlossenen System ausgeschlossen. Die Mlab cusing R ist nach ATEX-Richtlinien zur sicheren Verarbeitung von reaktiven Materialien, wie Titan- und Titanlegierungen, ausgelegt.

Vorhandene Anlagen für die Titanverarbeitung nachrüsten

Der leistungsfähige Faserlaser mit 100 W arbeitet mit einem Fokusdurchmesser von weniger als 25 µm, um filigrane Bauteilstrukturen abzubilden. Bereits vorhandene Mlab-cusing-Anlagen können für die Titanverarbeitung nachgerüstet werden. Die Umrüstung erfolgt beim Kunden vor Ort. Im Anschluss führt der Servicetechniker noch eine Bedienerschulung durch, da das Handling von reaktivem Material, wie Titan, besonderen Sicherheitsstandards in der Bedienung bedarf.

Die neue Mlab cusing R erweitert das bisherige Materialspektrum auch auf Titan und Titanlegierungen, wie beispielsweise Rematitan CL von Dentaurum. Hervorstechend ist alut Concept Laser insbesondere die hohe Materialdichte, die für die hohen mechanischen Beanspruchungen bei Dentalanwendungen Vorteile gegenüber konventionellen Gießteilen bietet. Laserschmelzen aber auch bionische Strukturen für die Implantattechnik ermöglicht.

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