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LVD/Meurer Laserschneidmaschine und Abkantpresse steigern die Flexibilität

Autor / Redakteur: Andy Sandford / Dietmar Kuhn

Bis vor wenigen Jahren musste der Verpackungsmaschinenhersteller Meurer auf extern zugeschnittene Bleche noch acht bis zehn Tage warten. Inzwischen fertigt das Unternehmen mit neu angeschafften Maschinen Blechteile, die am nächsten Tag bereits in die Endmontage gehen. Die Reaktionszeit auf Aufträge wurde dadurch deutlich erhöht.

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Mit der Anschaffung einer Laserschneidmaschine wurde die Eigenfertigung im Hause erhöht und die Kompetenz in der Blechbearbeitung gesteigert.
Mit der Anschaffung einer Laserschneidmaschine wurde die Eigenfertigung im Hause erhöht und die Kompetenz in der Blechbearbeitung gesteigert.
(Bild: Meurer)

Um lasergeschnittene Teile im eigenen Haus herzustellen und um die internen Möglichkeiten der Metallumformtechnik zu erweitern, investierte die international agierende Meurer Verpackungssysteme GmbH mit Hauptsitz in Fürstenau und Zweigwerk in Freren in eine Laserschneidmaschine des Typs Sirius 3015 Plus des belgischen Maschinenbauunternehmens LVD und in eine Abkantpresse der Produktreihe Easy-Form mit Cadman-Software – ebenfalls von LVD. Mithilfe dieser neuen Maschinen konnte die Produktivität durch Optimierung der internen Produktionsprozesse gesteigert und die Reaktionszeit auf Aufträge deutlich verkürzt werden.

Verpackungssysteme für die Food- und Non-Food-Branche als Spezialität

Meurer Verpackungssysteme wurde 1969 von Franz-Josef und Christel Meurer gegründet und zählt heute zu den führenden Herstellern von Endverpackungsmaschinen der Food- und Non-Food-Branche. Das Unternehmen liefert komplette Verpackungslinien, die individuell auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten sind. Das Produktportfolio umfasst Folien- und Kartonverpackungsmaschinen, Palettierungsanlagen sowie Speicher- und Transportsysteme.

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„Das Wichtigste für unsere Kunden ist Qualität“, sagt Walter Schmidt, der Geschäftsführer von Meurer. „Besonders geschätzt werden darüber hinaus aber auch ein Kundenservice mit kurzen Reaktionszeiten und die Fähigkeit, Maschinen und Anlagen zu liefern, die individuellen Anforderungen gerecht werden.“

Inzwischen liegt der Fokus bei Meurer auf integrierten Gesamtlösungen, nicht mehr bei Einzelmaschinen. „Wir verkaufen nicht nur Maschinen, wir bieten Lösungen im Gesamtkonzept an“, sagt Schmidt. Die Verpackungslinien des Hauses bestehen zum Beispiel aus mehreren Maschinen, Speicher- und Transportsystemen. Insgesamt produziert Meurer rund 500 Maschinen pro Jahr.

Sonderlösungen erfordern kleine und kleinste Losgrößen

In der Einzelteilfertigung bedeutet das eine hohe Anzahl von Einzelstücken und kleine Losgrößen. Dabei ist es von enormer Bedeutung, dass jedes einzelne gefertigte Teil einwandfrei ist. Das zu verarbeitende Material ist in erster Linie Edelstahlblech von 1 bis 10 mm Dicke in unterschiedlichen Größenordnungen bis 3 m Länge und mehr.

Bevor die ersten Maschinen von LVD im Jahr 2012 aufgestellt wurden, kaufte Meurer lasergeschnittenen Bleche extern zu. Diese Zuschnitte wurden dann auf halbautomatischen Abkantpressen – darunter auch eine 35 Jahre alte LVD-Maschine – gekantet.

„Die neuen Maschinen waren kein Ersatz für die bestehenden Maschinen“, sagt Schmidt. „Wir wollten unsere Produktionskapazität im Bereich der Blechbearbeitung erweitern und modernisieren.“

Zu der Entscheidung, LVD-Maschinen zu kaufen, trugen mehrere Faktoren bei. In erster Linie überzeugte die Effektivität der Easy-Form-Laserschneidmaschine mit adaptivem Biegesystem. Ingo aus dem Moore, Bereichsleiter Blechbearbeitung im Werk Freren von Meurer, verweist noch auf einen weiteren Gesichtspunkt: „LVD präsentierte uns ausführlich das Winkelmesssystem und hat dabei nicht zu viel versprochen, denn die Produktion läuft reibungslos.“ Ein weiterer Entscheidungsfaktor für Meurer war die Umstellung auf Offline-Programmierung in 3D mit der Cadman-Software von LVD. Das hat zu deutlichen Verbesserungen geführt. „Durch die Offline-Programmierung wurde die Verfügbarkeit der Abkantpresse erhöht“, sagt Schmidt, „und auch die Bedienung ist einfacher geworden.“ Der Bediener müsse nun nur das Programm herunterladen. Auch die Reproduzierbarkeit der Teile habe sich verbessert, zieht Schmidt Bilanz.

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