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Bayerisches Laserzentrum BLZ Laserschweißen sichert die Zukunft der Mobilität

| Autor / Redakteur: Vincent Mann / Peter Königsreuther

Der Individualverkehr verändert seinen Charakter, weil Ressourcen geschont werden sollen. Benzin- und Dieselmotoren könnten also bald passé sein. Auf Hybridsysteme etwa fokussieren sich nun die Entwickler, denen der Laser dabei ein echter Problemlöser ist.

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Eine lasergeschweißte Nahtstelle an einem Massivdrahtstab-Paar. Das Konzept hilft bei der Implementierung des 48 V-Motors für verschiedene Fahrzeugklassen und somit bei der breiteren Durchsetzung der Elektromobilität.
Eine lasergeschweißte Nahtstelle an einem Massivdrahtstab-Paar. Das Konzept hilft bei der Implementierung des 48 V-Motors für verschiedene Fahrzeugklassen und somit bei der breiteren Durchsetzung der Elektromobilität.
(Bild: blz)

Aktuell befinden sich die Grundlagen unserer Mobilität im Wandel. So führen beispielsweise steigende Treibstoffkosten wie auch strengere Vorgaben für Abgasgrenzwerte die bisher verwendeten Verbrennungsmotoren an ihre Grenzen. Gleichzeitig existieren jedoch auch bei rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen offene technische und wirtschaftliche Problemstellungen, wie lange Ladezeiten, geringe Reichweiten und nicht zuletzt die Preissteigerung des für die Energiespeicher genutzten Lithiums, die eine massenhafte und unmittelbare Verdrängung des Verbrennungsmotors aus den Fahrzeugen aktuell unrealistisch erscheinen lassen. Aus diesem Grund setzen die Hersteller in zunehmendem Maße auf die Verwendung von Hybridantrieben, die sich prinzipiell in zwei Gruppen unterteilen lassen.

Zwei hybride Alternativen

In die erste Gruppe fallen die sogenannten Vollhybriden, die ein Fahren ausschließlich mit dem Verbrennungsmotor oder dem elektrischen Motor ermöglichen. In diesen Fahrzeugen nehmen der Energiespeicher und der Elektromotor einen wesentlichen Teil der Fahrzeugmasse und des Bauraums ein. Aufgrund der hohen zu übertragenden elektrischen Leistungen werden bei Vollhybriden aktuell Betriebsspannungen zwischen 300 und 400 V verwendet, welche nicht mit der Bordnetzspannung von 12 V kompatibel sind.

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Die zweite Gruppe umfasst die sogenannten Mildhybriden, welche das Fahrzeug nicht rein elektrisch antreiben können. Diese unterstützen den Verbrennungsmotor beim Anfahren und Beschleunigen und besitzen üblicherweise eine geringere Leistung als Vollhybride. Dadurch benötigen diese Antriebe weniger Bauraum und einen deutlich kleineren Energiespeicher, sind jedoch in der Lage, wie auch die Vollhybriden, während des Bremsvorganges Energie durch Rekuperation zurückzugewinnen. Durch diese Eigenschaften sind Mildhybriden besonders geeignet, um die Effizienz von Verbrennungsmotoren weiter zu steigern und stellen somit einen wichtigen Baustein für den Übergang von fossilen Energieträgern zum rein elektrischen Fahren dar.

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