Rofin auf der K 2016 Laserschweißen und -markieren für Kunststoff & Co.

Redakteur: Peter Königsreuther

Rofin präsentiert auf der führenden Messe für die Kunststoffindustrie in Düsseldorf neue, leistungsfähige Lösungen für das industrielle Laserschweißen und -markieren von Kunststoffen. Interessierte Besucher können sich am Stand E30 in Halle 4 einen Eindruck von dem erweiterten Angebot.

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Außer den Stand-Alone-Systemen als Komplettlösung auf Basis der erfolgreichen MPS Laserarbeitsplätze, legt Rofin bei seinem K-Auftritt in Düsseldorf den Schwerpunkt auf flexible Integrationspakte zum Kunststoffschweißen.
Außer den Stand-Alone-Systemen als Komplettlösung auf Basis der erfolgreichen MPS Laserarbeitsplätze, legt Rofin bei seinem K-Auftritt in Düsseldorf den Schwerpunkt auf flexible Integrationspakte zum Kunststoffschweißen.
(Bild: Rofin)

Außer den Stand-Alone-Systemen, die als Komplettlösungen auf Basis der am Markt etablierten MPS Laserarbeitsplätze, lege Rofin den Schwerpunkt bei seinem K-2016-Auftritt besonders auf flexible Integrationspakte zum Kunststoffschweißen. Der Aussteller bietet, wie es heißt, kundenoptimierte Komplettsysteme aus einer Hand. Letzteres bedeute, dass die Evaluierung und Applikationsentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Kunden, der Auswahl der passenden Strahlquellen samt Entwicklung kundenspezifischer Aufspannvorrichtungen und Anpassung der Prozesssteuerung mit automatischer Setzwegmessung inklusive bildlicher Darstellung bis hin zur Integration in die Produktionslinie und Inbetriebnahme erfolge.

Marktführer wurden überzeugt

Rofin verfügt auch über umfangreiches Knowhow für das wirtschaftliche Quasisimultan- oder Konturschweißen von Kunststoffteilen. Die Messung und Protokollierung der Setzwegverläufe sowie die Prüfung der Einhaltung teilespezifischer Toleranzen gelinge dabei mit bewährten Standards. Bei Bedarf könnten Echtzeittemperaturverläufe mit einem koaxial integrierten Pyrometer erfasst und für eine Closed-loop-Regelung verwendet werden. Mit seinen Schweißlösungen konnte das Unternehmen bereits große Kunden überzeugen, wie es weiter heißt – und das sowohl in der Massenproduktion (zum Beispiel bei der Druckerpatronenherstellung) als auch bei der Fertigung sicherheitsrelevanter Bauteile von namhaften Automobilzulieferer. Elektronik und Sensorik zählen zu den weiteren Schlüsselmärkten für Rofins Laser-Kunststoffschweiß-Lösungen, die sich bei Bedarf auch für den Beschriftungseinsatz erweitern ließen.

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Leistungsgesteigerte 3D-Markierungen

Mit der neuen Release 5.3 seiner VLM Lasermarkiersoftware bietet Rofin außerdem eine sehr leistungsfähige Lösung zum 3D-Markieren unregelmäßig geformter Oberflächen an. Die 3D-Werkzeuge und der dazu gehörige WYSIWYG Viewer wurden, wie es weiter heißt, in VLM integriert und erlauben nun unter anderem die Visualisierung des Strahleinfallswinkels und die flexible Berechnung und Vorschau der Achskinematik. Mit dem Unwrapping stehe nun neben der Parallelprojektion eine sehr interessante Alternative zur Berechnung des 3D-Markierlayouts zur Verfügung. Es basiere auf dem UV-Mapping Verfahren, das zur Abbildung zweidimensionaler Vorlagen auf beliebig geformte Körper eingesetzt werde. Der Anwender wählt laut Rofin lediglich Projektionsverfahren und Oberfläche (alle üblichen CAD-Formate können gelesen werden) und die Lasermarkiersoftware berechnet und visualisiert das Markierergebnis. Gesonderte Daten zur Tiefenkorrektur seien nicht mehr erforderlich.

Integrierte Automation

Darüber hinaus integriert Rofin auf Wunsch neue, leistungsfähige 3D-Scanner zur Erfassung der Markieroberflächen und zur automatischen Lagekorrektur in der Serienfertigung. Nach dem Einscannen und Teachen des Referenzobjekts, erkenne die Prozesssoftware Lageabweichungen bei darauf folgenden Werkstücken und passe das 3D-Markierlayout entsprechend automatisch an.

Zuwachs bei UV- und Kurzpuls-Strahlquellen

Die Powerline E UV Beschriftungslaser von Rofin arbeiten mit einer Wellenlänge von 355 nm und erlauben sehr kleine Spotdurchmesser und damit Zeichenhöhen unter 100 μm, so Rofin. Aufgrund der hohen Wiederholraten seien sie besonders für die Beschriftung von Kunststoffen (ABS, PA) mit außerordentlich hohen Bearbeitungsgeschwindigkeiten geeignet, wie sie von kurz getakteten, industriellen Produktionsprozessen gefordert werden. Die kompakten, luftgekühlten Powerline Pico Strahlquellen bieten sich unter anderem für Applikationen im Automobil-, Halbleiter- und Medizinbereich an, wobei geringe thermische Eindringtiefen (HAZ), minimale strukturelle Veränderungen und maximale Prozesskontrolle bei sehr dünnen Substraten erforderlich sind.

Laserbeschriftung kompakt

Das Gehäusekonzept des von Rofin präsentierte Easymark bietet ein großzügiges Markierfeld in einem extrem kompakten Gehäuse, beschreibt der Hersteller. Das System ist außerdem mit einer motorischen Z-Achse ausgestattet. Zur optimalen Anpassung könnten verschiedene Optiken und Kameralösungen “Smartview” oder Beobachtungskameras ausgewählt werden. Die vollständig luftgekühlten Strahlquellen mit einem Leistungsspektrum von 10 bis 50 W sind dabei vollständig in das System integriert, wie Rofin sagt. Optional sei das System aber auch mit einer integrierten, vollwertigen CAD-Suite erhältlich. MM

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