Produktion Lean & Green Summit: Ressourcen schonen!

Redakteur: Thomas Günnel

Effizienz, Kostenvorteile und eine schlanke Produktion: Beim „Lean & Green Summit“ werden einmal jährlich die erfolgreichsten Ansätze der produzierenden Industrie in diesen Bereichen ausgezeichnet. Am 5. und 6. Dezember findet die Veranstaltung zum fünften Mal statt.

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Ausgezeichnet für Ressourceneffizienz: das Bosch-Werk in Blaichach. Im Rahmen des „Lean & Green Summit“ erhalten die Teilnehmer exklusive Einblicke in das Werk.
Ausgezeichnet für Ressourceneffizienz: das Bosch-Werk in Blaichach. Im Rahmen des „Lean & Green Summit“ erhalten die Teilnehmer exklusive Einblicke in das Werk.
(Bild: Bosch)

Es geht um Effizienz, die Kostenvorteile einer schlanken, verschwendungsfreien Produktion und somit um Wettbewerbsfähigkeit: Am 5. und 6. Dezember findet der fünfte Lean & Green Summit statt – eröffnet von Keynote-Sprecher Dr. Rüdiger Recknagel, Leiter Umweltschutz bei Audi. Ort der Veranstaltung ist das Werk Blaichach/Immenstadt der Robert Bosch GmbH. Blaichach ist im Bosch-Konzern das Leitwerk für ABS/ESP-Systeme und zugleich Vorreiter beim Thema Industrie 4.0. Das Werk wurde im Jahr 2015 mit dem Sonderpreis des Lean & Green Management Awards ausgezeichnet – für die intelligente Verknüpfung von Lean Management und Ressourceneffizienz mit Industrie 4.0. Weitere Sprecher auf der Veranstaltung sind die Vertreter der Gewinner-Unternehmen des gleichnamigen Award. Im Einzelnen sind das:

  • Dr. Milan Nedeljkovic, BMW: „Exzellenz in Führung und Strategie“
  • Christian Falk, Bolta Werke: „Umweltschutz und Mitarbeiterentwicklung als regionale Aufgabe“
  • Jürgen Steigmüller, Rohde & Schwarz Messgerätebau: „Aus Lean & Green wird eins – integrierte Ansätze für maximale Ressourceneffizienz“
  • Frank Goerke, Neuenhauser Maschinenbau GmbH (NCAS), Werk Geeste Dalum: „Kreativität und Wachstum durch Lean & Green in der Lohnfertigung“
  • Stefan Schwerdtle, Festo: „Konsequente Nutzung von Lean & Green beim Neubau der Technologiefabrik Scharnhausen“
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Die Begrüßung übernehmen Johannes Lauterbach und Rupert Hoellbacher von der Robert Bosch GmbH. Der zweite Veranstaltungstag umfasst eine exklusive Werksbesichtigung im Bosch-Werk und unterschiedliche Workshops, zum Beispiel:

  • Die Erfolgsfaktoren von Kata Coaching – Voraussetzungen, Anwendung, Zielsetzung
  • Dynamische Routenzüge – wie dynamisches Routing sinnvoll im Betrieb ermöglicht werden kann
  • Digitales Shop Floor Management – Nutzen und Fallstricke
  • Energiemanagement Systeme – wie findet man das richtige Level an Transparenz

Der Lean & Green Management Award

Die erfolgreichsten Ansätze für eine höhere Ressourceneffizienz im gesamten Unternehmen würdigt der „Lean & Green Management Award“, der auf der Veranstaltung verliehen wird. Die industrieübergreifende Auszeichnung bewertet Prozesslösungen aus dem Bereich des Lean-Managements und des Energie- und Umweltmanagements. Außerdem leisten die Themen Digitalisierung und Vernetzung der Wertschöpfung einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zur „maximalen Ressourceneffizienz“. Die Beratungsunternehmen Growtth Consulting Europe und Quadriga Consult führen die Veranstaltung bereits zum fünften Mal durch.

Hintergrund und Preisverleihung

Die Bewertung der Award-Teilnehmer erfolgte im ersten Schritt per Fragebogen. Anschließend führten die Berater von Growtth Consulting und Quadriga Consult „Lean & Green Assessments“ bei den Unternehmen durch. Eine Experten-Jury bewertete abschließend die Ergebnisse und ermittelte die besten Unternehmen. „Wir betrachten Prozesse und Strukturen aus unterschiedlichen Perspektiven und erhalten so eine umfassende Sicht auf die Unternehmen. Diese erhalten direkte Anregungen für die nächsten Entwicklungsmöglichkeiten“, erläutert Daniel Reichert, Projektleiter des Awards. Alle Informationen zur Veranstaltung und das vollständige Programm sind auf der Webseite zum Lean & Green Summit verfügbar.

Die Award-Gewinner 2016

BMW München: Excellence in Führung und Strategie

Die Jury beeindruckte, wie der Automobilhersteller in seinem Münchner Stammwerk neue Führungs- und Verbesserungsroutinen anwendet. Eine gemeinsam mit den Führungskräften entwickelte Werksstrategie ist dabei die Basis für eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur und einen hierarchieübergreifenden Zielmanagementprozess. Das Werk im Herzen der bayrischen Landeshauptstadt verfügt zudem über zukunftsweisende Konzepte, um „Lean und Green“ zu fertigen. Unter anderem legt das Unternehmen beim Neubau der Lackiererei höchsten Wert auf einen deutlich geringeren Ressourcenverbrauch.

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Bolta Werke: Umweltschutz und Mitarbeiterentwicklung

Die Bolta Werke aus Leinburg/Diepersdorf bei Nürnberg fertigen oberflächenveredelte Komponenten wie Kühlerschutzgitter, Unterfahrschutz und Zierleisten. „Lean und Green“ steht am Standort im Mittelpunkt. So entstanden beim Neubau der Galvanikanlage innovative Umweltschutzlösungen – das Unternehmen verfügt über eine eigene Gasversorgung und ein Blockheizkraftwerk. Außerdem liegt ein Schwerpunkt auf regionalem Bezug in der Lieferkette. Zudem baute der Mittelständler eine Akademie auf, um die eigene Belegschaft weiterzuentwickeln und den „Lean & Green“-Gedanken zu verankern.

Rohde & Schwarz: Lean und Green integriert

Ressourcen effektiv und effizient nutzen und Produkte verschwendungsfrei produzieren – der Rohde & Schwarz Messgerätebau gelingt es in beeindruckender Weise in ihrem Memminger Werk, „Lean & Green“-Elemente zu verknüpfen und als Teil des Produktionsleitbildes zu entwickeln. Das Unternehmen richtet seine Fertigung an Wertströmen aus und erfasst die Ökobilanzen der Produkte – und kommt so den definierten Zielzuständen schrittweise näher.

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Neuenhauser: Lean und Green in der Lohnfertigung

Im norddeutschen Geeste-Dalum nahe der holländischen Grenze fertigt die Neuenhauser Maschinenbau GmbH Komponenten, Zusammenbaugruppen und Systeme für die Nutzfahrzeug- und Landmaschinenindustrie. Die Fertigung ist eine Variantenfertigung im „one-piece-flow“, die Hauptprodukte verlassen nach dem „just-in-sequence Prinzip“ die Produktion. Schlanke Prozesse und ein junges, motiviertes Team bilden die Basis für die Wachstumsstrategie des Lohnfertigers. Zudem kommen kreative Ansätze und selbstentwickelte Lösungen zum Einsatz. Die installierte LED-Hallenbeleuchtung etwa ist eine Eigenentwicklung der Neuenhauser-Gruppe – die das Unternehmen für den Eigenbedarf entwickelte und nun in einem eigenen Geschäftsbereich erfolgreich vermarktet.

Festo: Lean und Green neu gebaut (Sonderpreis)

Im Jahr 2012 begann Festo mit dem Bau einer Technologiefabrik in Scharnhausen bei Stuttgart. Produktive und energieeffiziente Prozesse sowie eine nachhaltige und umweltbewusste Fertigung zeichnen die Fabrik heute aus. 1.200 Mitarbeiter fertigen hier Ventile, Ventilinseln und Elektronikkomponenten. „Green“ ist ein integraler Bestandteil der Werksstrategie und wurde in technische Innovationen in allen Bereichen der Hallen- und Gebäudetechnik umgesetzt.

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