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JEC World 2019 - die Titelstory

Leichtbau-Höhenflüge im Pariser Frühlingswind

| Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Automatisiert ist günstiger

So hochwertig oder nachhaltig ein Werkstoff oder die Kombination aus Materialien auch ist, nichts ist erreicht, wenn es keine Systeme und Anlagen samt Prozess-Know-how zu deren wirtschaftlicher Ver- und Bearbeitung gibt. Kollege Roboter spielt deshalb auch bei der Composite- und Faserverarbeitung eine wichtige Rolle.

Roth Composites stellt in Paris deshalb in Halle 5 eine roboterunterstützte Filamentwickelmaschine ins JEC-Rampenlicht. Bei diesem Roth-System wird das Verlegeauge, das zur Fadenführung der Wicklung dient, mit einem 6-Achs-Roboter exakt gesteuert bewegt.

Die Anlagen eignen sich laut Roth besonders für die Entwicklung und die Kleinserienfertigung von Produkten für Leichtbauanwendungen, womit auch diese wirtschaftlicher umgesetzt werden als mit anderen Systemen oder von Hand. Denn außer dem Roboter sind die Imprägnierstation, der Faserabspulautomat und die Verlegeeinrichtung mit dabei.

Maschinen- und prozesstechnisch geht Krauss-Maffei das Thema thermoplastische Compositeherstellung in Halle 6 an. Denn die erfolgreiche Kombination aus „Fiberform-Verfahren“ und Wendeplattentechnik für das Mehrkomponenten-Spritzgießen zeichne eine besondere Anwendung aus: eine Mittelarmlehne für den Kfz-Innenraum, die in der „Planet Area Automotive“ der JEC World zu sehen sein wird. „Durch diese Kombination lassen sich ganz neue optische und haptische Bauteileigenschaften von thermoplastischen Composites in einem Prozessschritt erreichen“, erklärt dazu Dr. Mesut Cetin, Gruppenleiter Produktmanagement der Krauss-Maffei Automation. So überzeuge das Exponat etwa mit seiner TPE-Komponente (thermoplastisches Elastomer), die eine besonders weiche und optisch ansprechende Oberfläche der Funktions- und Sichtteile ins Spiel bringt.

Der Einsatz eines Organoblechs führt laut Cetin zu einer höheren Steifigkeit und Festigkeit des Bauteils. Dadurch könnten die Versteifungsrippen und das Bauteil selbst dünner werden als üblich. Das rechnet sich, denn das bedeutet 20 % Gewicht gespart und 15 % geringere Kosten.

Mit dem LFI-Verfahren (Long-Fiber-Injection) präsentiert Krauss-Maffei außerdem eine weitere, bereits in der Seriefertigung etablierte Idee für den faserverstärkten Leichtbau. Das LFI-Verfahren sei die Wahl, wenn es um großflächige, komplexe und zugleich dünnwandige Bauteile gehe. Typische Endanwendungen sind zum Beispiel Abdeckungen für Lkw, Nutzfahrzeuge und Landmaschinen. Der JEC-Aussteller wird im Rahmen dessen eine gewichtsreduzierte Landmaschinenabdeckung präsentieren.

Ergänzendes zum Thema
 
Kommt die Leichtbauwende?

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