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Konjunktur

Leichte Delle im Aluminium

| Redakteur: Simone Käfer

Die Aluminiumindustrie rechnet mit einer leichten Konjunkturdelle in 2019.
Die Aluminiumindustrie rechnet mit einer leichten Konjunkturdelle in 2019. (Bild: (www.makis-photography.com) GDA e.V)

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Mit gedämpften Erwartungen zeigt sich die deutsche Aluminiumindustrie im ersten Halbjahr 2019. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China gibt Anlass zur Sorge, aber mittel- bis langfristig sei die Branche auf einem soliden Wachstumspfad.

Die Erwartungen für 2019 sind gedämpft. „Die konjunkturelle Abkühlung in Schlüsselindustrien macht sich auch in unseren Abrufzahlen bemerkbar”, sagt Marius Baader, Geschäftsführer des Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA). „Daher rechnen wir mit einem Rückgang der Produktion in unserer Industrie.” In der ersten Jahreshälfte 2019 verliefen die Entwicklung der Aluminiumkonjunktur in Deutschland uneinheitlich. So mussten die Aluminiumproduzenten um –5,6 % und die Weiterverarbeiter ihre Produktion um –5,4 % reduzieren, während die Halbzeughersteller ihre Produktion um 1,9 % steigern konnten.

In Deutschland wurden von Januar bis Juni 2019 rund 629.200 t Rohaluminium erzeugt. Die Herstellung von Rohaluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 251.400 t Hüttenaluminium und 377.800 t Recyclingaluminium auf. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank die Produktion von Recyclingaluminium um 5,2 %, während die Hüttenproduktion um 6,3 % zurückging.

Die Produktion von Aluminiumhalbzeug stieg im Zeitraum Januar bis Juni 2019 mit 1,9 % auf 1.275.400 t an. Erzeugt werden Walzprodukte, Strangpressprodukte, Leitmaterial sowie Drähte für unter anderen die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, den Maschinenbau uind die Verpackungsindustrie. Der mengenmäßig größte Teil der deutschen Aluminiumhalbzeugproduktion entfällt auf die Walzwerke. Die Produktion von Walzprodukten aus Aluminium betrug insgesamt 979.900 t. Dies ist ein Anstieg um 4,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Produzenten von Strangpressprodukten meldeten im 1. Halbjahr 2019 eine mit 282.400 t negative Produktionsentwicklung. Die beiden wichtigsten Märkte für Strangpressprodukte sind der Bau- und der Verkehrssektor. Der verbleibende Teil der Halbzeugproduktion (Leitmaterial sowie Draht) stieg um 3,1 % auf 13.100 t.

In der Aluminiumweiterverarbeitung wurden in Deutschland von Januar bis Juni 2019 rund 185.100 t hergestellt. Das Produktionsvolumen verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 %. Während die Produktion von Metallpulver sowie die Produktion von Folien und dünnen Bändern mit 3,7 bis 5,1 % sank, ging die Produktion von Tuben, Aerosol- und sonstigen Dosen in Deutschland mit 9 % noch deutlicher zurück.

Lage und Ausblick für Aluminium

Die Konjunkturaussichten der Aluminiumindustrie sind derzeit zwar in vielen Produktbereichen eingetrübt, dennoch befindet sich die Branche mittel- bis langfristig auf einem soliden Wachstumspfad: „Die Nachfrage nach Aluminium wird global weiter zunehmen und auch in Deutschland ist der Bedarf anhaltend hoch”, sagt Christian Wellner, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des GDA. „Die Vergangenheit hat zudem gezeigt, dass sich die deutsche Aluminiumindustrie trotz eines intensiver werdenden Wettbewerbs und einer sich abkühlenden Nachfrage gut behaupten konnte. Für dieses gute Abschneiden der deutschen Unternehmen ist maßgeblich ihr hohes Innovationspotenzial und ihre gute Wettbewerbsposition verantwortlich.” Aber „mit großer Sorge blicken wir auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China”, gibt Andreas Postler, Leiter Volkswirtschaft und Handelspolitik, zu Bedenken. „Zum einen, weil dadurch nicht unerhebliche Mengen an Aluminiumprodukten auf den europäischen Markt umgeleitet werden, zum anderen, weil das Damoklesschwert eines raumgreifenden Protektionismus die Investitionstätigkeit vieler Branchen erheblich reduziert.“

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