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Antriebstechnik

Leistungselektronik macht drehzahlgeregelten Antrieben Beine

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Mit frei drehbarer Gondel wird höchste Manövrierbarkeit erreicht

Es wurden bereits zahlreiche Schiffe mit Azipod-Antrieben ausgestattet – seit 2010 mit dem verbesserten Azipod-XO-System. Die Antriebe bestehen aus einem elektrisch betriebenen Propeller in einer um 360° frei drehbaren Gondel („pod“), mit der eine davor nicht gekannte Manövrierbarkeit erreicht wird. So kann auf Ruder, Querstrahlruder am Heck oder lange Wellen im Schiffsrumpf verzichtet werden. Die Antriebseinheit wiederum besteht aus einem Elektromotor mit variabler Drehzahl, der den Propeller antreibt.

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Zahlen und Fakten
Wie ABB und ihre Vorgänger als Pioniere die Welt von heute mitgestaltet haben
  • 1893: ASEA baut das erste kommerzielle Dreiphasen-Wechselstromsystem in Schweden.
  • 1893: BBC liefert Generatoren an das erste für Wechselstrom konzipierte thermische Großkraftwerk Europas in Frankfurt/Main.
  • 1900: BBC wird zur Aktiengesellschaft und gründet sein erstes Tochterunternehmen in Deutschland.
  • 1923: BBC baut den ersten Abgasturbolader für Dieselmotoren in Schiffen und Lokomotiven.
  • 1939: BBC realisiert die erste Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ).
  • 1953: ASEA stellt mit einer Quintus-Presse erstmals Industriediamanten her.
  • 1968: ASEA baut Reaktoren für Kernkraftwerke.
  • 1969: BBC entwickelt den ersten getriebelosen Zementmühlenantrieb.
  • 1971: BBC baut den leistungsfähigsten Transformator der Welt mit 1300 MVA.
  • 1974: ASEA stellt seinen elektrisch angetriebenen Industrieroboter vor – den zweiten Industrieroboter überhaupt.
  • 1988: Fusion von ASEA und BBC zu ABB: Das neue Unternehmen hatte einen jährlichen Umsatz von 17 Mrd. US-Dollar und 160.000 Beschäftigte.
  • 1991: ABB entwickelt den weltweit ersten Thyristorschalter für die steuerbare Serienkompensation.
  • 2012: ABB stellt den ersten und bisher einzigen Leistungsschalter für HGÜ vor.
  • 2013: ABB kann seinen Umsatz um 6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 41,8 Mrd. US-Dollar steigern und beschäftigt 147.700 Mitarbeiter. Den größten Anteil am Unsatz haben die Divisionen Industrieautomation und Antriebe sowie Energietechnikprodukte.

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Die seit über 130 Jahren andauernde technische Weiterentwicklung macht ABB heute führend bei drehzahlgeregelten Antrieben. Solche Antriebe werden immer kostengünstiger und sind deshalb eine wirtschaftliche Alternative zu mechanischen Methoden der Drehzahlregelung. In Zukunft werden sie noch kleiner, noch intelligenter, noch kommunikativer und noch einfacher zu steuern sein. Zudem wird sich die Anzahl der Komponenten durch die engere Integration von Halbleiterelementen und mechanischen Komponenten reduzieren. Das bedeutet weniger Schnittstellen und eine erhöhte Zuverlässigkeit. Ein wichtiger Faktor für die Zukunft der drehzahlgeregelten Antriebe wird dabei die weitere Entwicklung von Hochleistungshalbleitern sein.

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt