Suchen

Berkenhoff auf der AMB 2018

Leistungsfähige Funkenerosion bei hohen Werkstücken

| Redakteur: Peter Königsreuther

Der Drahthersteller Berkenhoff, ein wie es heißt, Pionier in der Funkenerosion mit beschichteten Drahtelektroden, hat seine Erodierdrahtportfolio der Markte Bedra nun mit „topas plus“ erweitert. Die Typen „topas plus H 2.0“ und „topas plus V“ stünden für hohe Schneidgeschwindigkeiten könnten auch Werkstücke über 100 mm Höhe präzise bearbeiten. Halle 7 an den Ständen 7B71 und 7C52.

Firmen zum Thema

Zwei neue Erodierdrahttypen erweitern jetzt das Berkenhoff-Angebot: Der „topas plus H 2.0“ etwa könne anstelle von blankem Messingdraht eingesetzt werden und erbringe bei gleichen Einstellparametern eine Produktivitätssteigerung von bis zu 25 %. Bei angepassten Parametern erreiche man sogar 35 %, sagt Berkenhoff. Siehe auch die AMB 2018 in Halle 7 an den Ständen 7B71 und 7C52.
Zwei neue Erodierdrahttypen erweitern jetzt das Berkenhoff-Angebot: Der „topas plus H 2.0“ etwa könne anstelle von blankem Messingdraht eingesetzt werden und erbringe bei gleichen Einstellparametern eine Produktivitätssteigerung von bis zu 25 %. Bei angepassten Parametern erreiche man sogar 35 %, sagt Berkenhoff. Siehe auch die AMB 2018 in Halle 7 an den Ständen 7B71 und 7C52.
(Bild: Berkenhoff)

Drahterodieren ist ein Präzisionsschneidverfahren für metallisch leitende Werkstücke. In einer Erodiermaschine sind das zu bearbeitende Werkstück und das Werkzeug – ein Erodierdraht – über einen Impulsgenerator miteinander verbunden, erklärt Berkenhoff. Die von Letzterem erzeugten Spannungsimpulse generieren Funken, die in der Lage sind Material vom Werkstück abzulösen. In den Schneidspalt zwischen Draht und Werkstück wird außerdem kontinuierlich ein Dielektrikum gespült, um das abgetragene Material abzutransportieren und den thermisch beanspruchten Draht zu kühlen, heißt es weiter. Moderne Erodiermaschinen arbeiten laut Berkenhoff mit immer leistungsstärkeren Impulsgeneratoren, sodass kürzere Bearbeitungszeiten und somit eine hohe Produktivität möglich werden. Um die Leistungsfähigkeit voll nutzen zu können, seien die Hochleistungs-Erodierdrähte des AMB-Ausstellers das Richtige Werkzeug.

Mannlose Fertigung schwer auf Draht

Die beiden Hochleistungs-Erodierdrähte bestehen im Kern aus Messing und haben eine Messingbeschichtung, die wegen ihres erhöhten Zinkanteils die Schneidleistung steigert und die thermische Belastbarkeit des Drahtes erhöht, wie der Hersteller erklärt. Mit Blick auf deren Beschichtungsgefüge werden diese Erodierdrähte auch als Gamma-Phasen-Drähte bezeichnet. Die beiden Drahttypen seien thermisch hoch belastbar und wiesen eine Zugfestigkeit von 800 MPa auf. Wegen der daraus folgenden hohen Steifigkeit eignen sie sich außerdem sehr gut für Erodiermaschinen, die einen gerichteten Erodierdraht zum Einfädeln benötigen, so Berkenhoff. Im Falle eines Drahtbruchs sei so eine automatische Einfädelung gut machbar. Das sei wichtig, wenn die Maschinen auch nachts ohne Bediener arbeiten sollen. Die thermische Belastbarkeit der beiden Drahttypen macht es außerdem möglich, dass Werkstücke mit großer Schnitthöhe bearbeitet werden können. Werkstückhöhen von maximal 100 mm, in speziellen Fällen sogar bis 1000 mm sind laut Hersteller präzise bearbeitbar. Insbesondere bei ungünstigen Spülbedingungen sollen die Berkenhoff-Drähte im Vergleich zu anderen Drahttypen deutlich mehr leisten können.

Unterschiede und Anwendungsbereiche:

Die Unterschiede zwischen den beiden Drahttypen liegen vor allem in der Beschichtung und damit in der Schneidleistung, so Berkenhoff. Der „topas plus H 2.0“ könne anstelle von blankem Messingdraht eingesetzt werden und erbringe bei gleichen Einstellparametern eine Produktivitätssteigerung bis 25 %. Bei angepassten Parametern sollen sogar 35 % erreichbar sein. Der „topas plus H 2.0“ eignet sich laut Hersteller für Anwendungen mit bis zu fünf Schnitten.

Und mit dem „topas plus V“ ist im Hinblick auf den „plus H 2.0“ mindestens 10 % mehr Schneidleistung erreichbar. Im Vergleich zu blankem Messingdraht könne die Schneidleistung sogar um bis zu 45 % gesteigert werden. Der „topas plus V“ gilt als Favorit für Anwendungen mit bis zu vier Schnitten.

Im Vordergrund stehe für Berkenhoff die Steigerung der Produktionseffizienz beim Anwender. Die beiden Hochleistungs-Erodierdrähte seien beispielsweise für die Bearbeitung von Werkzeugen, Formen und Maschinenelementen vorgesehen, bei denen es vordringlich um Produktivität gehe. Zu den typischen Teilen zählt Berkenhoff etwa Düsen für die Kunststoffextrusion oder Formteile großer Zahnräder.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45460889)