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Hannover Messe

Leitmesse Energy greift globale Probleme auf

| Autor / Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Die Leitmesse Energy zeigt Möglichkeiten zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung und -nutzung.
Die Leitmesse Energy zeigt Möglichkeiten zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung und -nutzung. (Bild: Hannover Messe)

Kampf gegen den Klimawandel, saubere und effiziente Energieerzeugung, umweltschonende Mobilität und Industrie 4.0: Wie kaum eine andere Leitmesse der Hannover Messe spiegelt die Energy die aktuellen Megatrends wider.

Auf der Energy kommen alle zusammen: Die Energieerzeuger, die Netzbetreiber, die Energiespeicher ebenso wie die Akteure bei der nachhaltigen Mobilität und die treibenden Kräfte der Digitalisierung. Welche Chancen die Vernetzung all dieser Bereiche bietet, erfahren die Besucher auf der Integrated Energy Plaza, wie die Deutsche Messe AG als Organisator der Hannover Messe ankündigt. „Die effiziente Verzahnung von Energiesystemen und industriellen Prozessen birgt erhebliche wirtschaftliche Potenziale“, sagt Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems.

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) ist mit einem Gemeinschaftsstand und vier Stand-up-Workshops auf der Leitmesse präsent. BEE-Experten werden dabei Fragen zur Energiewende und dem Ausbau der erneuerbaren Energien beantworten.

Digitalisierung verändert das Geschäft in der Energiebranche

Auch Energiemanagement bleibt gefragt: Mit Sensoren, Kommunikationssystemen und Automatisierung lässt sich in vielen industriellen und energiewirtschaftlichen Prozessen noch Energie sparen. Nach dem Start im Vorjahr bietet die Leitmesse Energy den Anbietern von Systemen für optimierte Energieflüsse mit der Sonderschau Digital Energy zum zweiten Mal eine eigene Bühne. So wird sie wieder zum Schaufenster für Energiedatenerfassung, -visualisierung, -auswertung und -optimierung. Sie baut damit für Besucher und Aussteller eine wichtige Brücke zwischen Energiemanagement und Anwendungsbeispielen einer Industrie 4.0, die in den Ausstellungsbereichen Automation und Digital Factory zu sehen sind.

Die Digitalisierung verändert zusammen mit der Energiewende auch die Geschäftsmodelle von Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerken. Die Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen bei steigendem Kostendruck, gleichzeitig bietet die zunehmende Digitalisierung den Versorgungsunternehmen neue Chancen und Geschäftsmodelle. Vor diesem Hintergrund organisiert die Deutsche Messe erstmals im Rahmen der Hannover Messe Energy die Gemeinschaftsfläche Util-IT. Dort dreht sich alles um das Thema Digitalisierung der Versorgungswirtschaft mit den Sparten Strom, Gas, Wärme und Wasser.

Die Urbanisierung verlangt neue Fahrzeug- und Mobilitätskonzepte. Mit dem neuen Ausstellungsbereich Electric Transportation Systems, der an die Stelle der Mobilitec tritt, greift die Energy nach eigenen Angaben diese Entwicklung auf. Dabei geht es neben der individuellen Mobilität um den öffentlichen Personen- und Warentransport, um die Zustellung auf der letzten Meile sowie um die grundsätzliche Ausgestaltung von Transportsystemen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Fahrzeug, sondern vielmehr die Infrastruktur, die in das Energiesystem der Zukunft eingebettet sein muss.

Gebäudeenergetik neu auf der Leitmesse Energy

Erstmals wird auf der Hannover Messe Energy in Halle 27 das Thema Gebäudeenergetik umfassend behandelt. Dafür engagiert sich eine Allianz am Bau mit fünf ideellen Trägern und einem fachlichen Partner. Sie präsentieren ihre Arbeiten als Aussteller sowie auf dem Vortragsforum.

Die Beteiligten decken alle Phasen des Lebenszyklus eines energieeffizienten Büro- oder Produktionsgebäudes ab:

  • Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen: Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband vertritt über 270 Mitgliedsunternehmen aus dem bauwirtschaftlichen Mittelstand und die Niederlassungen der Bau-AGs.
  • Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands EAD: Der EAD vereint derzeit 40 Agenturen, die die energie- und klimapolitischen Ziele in Regionen und Kommunen umsetzen.
  • German Facility Management Association Gefma: Die Gefma ist das Netzwerk der Entscheider im Facility Management mit über 1000 Mitgliedern.
  • Hauptverband der Deutschen Bauindustrie: Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband umfasst zwölf Landes- und sechs Fachverbände mit 2000 großen und mittelständischen Unternehmen.
  • Pro-Economy: Undine Stricker-Berghoff ist seit 2005 als Coach und Consultant für strategisches Management und operatives Marketing mit dem Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik in ihrem Ingenieurbüro Pro-Economy aktiv.
  • Verein Deutscher Ingenieure – Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik VDI-GBG: Knapp 24.000 Architekten, Bauingenieure und Gebäudetechnik-Ingenieure verantworten lebenswerte Gebäude.

Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung mit größtmöglicher Energieeffizienz – das sind große Herausforderungen für die Industrie, für Stadtwerke, für den Handel sowie die Immobilien- und Wohnungswirtschaft, die vermehrt auf dezentrale Energieversorgungskonzepte setzen. An dieser Stelle kommt die Kraft-Wärme-Kopplung zum Tragen, um Wärme, Kälte, Dampf oder auch Druckluft zu erzeugen.

In der Tat sind die gegenwärtigen Herausforderungen groß. National wie international. Und die technischen Ansätze sehr vielfältig, wie sich schon an der Vortragsliste auf dem Forum Dezentrale Energieversorgung & Gebäudeenergetik in Halle 27 ablesen lässt. Während in der Vergangenheit viele Blockheizkraftwerke eher am Wärmebedarf orientiert waren, hat sich dies durch den inzwischen hohen Anteil erneuerbarer Energien am Strommarkt verändert. Ein dezentrales Aggregat sollte heute bestenfalls dann Strom ins Netz einspeisen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.

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