5G-Ausbau Leitprojekt entwickelt Baukasten für offene 5G-Campusnetze

Die Fraunhofer-Institute FOKUS und HHI wollen zusammen mit Partnern aus der Industrie ein neues Ökosystem für 5G-Campusnetzte schaffen. Wie das Projekt ‚Campus OS‘ einen Technologiebaukasten entwickelt und welche Szenarien in Betrieben evaluiert werden.

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Die zunehmende Digitalisierung der Industrie bedingt auch eine ein stärkere Nachfrage nach 5G-Campusnetzen. Das Projekt ‚CampusOS‘ soll nun dabei helfen die Grundlagen dafür zu schaffen.
Die zunehmende Digitalisierung der Industrie bedingt auch eine ein stärkere Nachfrage nach 5G-Campusnetzen. Das Projekt ‚CampusOS‘ soll nun dabei helfen die Grundlagen dafür zu schaffen.
(Bild: gemeinfrei // Pexels)

Wie das Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI) bekannt geben, ging das Leitprojekt ‚Campus OS‘ Anfang 2022 an den Start. Dabei wollen die Institute zusammen mit 22 Partnern aus Industrie und Forschung ein modulares Ökosystem für offene 5G-Campusnetze auf Basis offener Funktechnologien und interoperabler Netzkomponenten entwickeln.

Angesichts der hohen Relevanz von leistungsfähigen Campusnetzen für die Industrie fasst Prof. Dr. Slawomir Stanczak, Abteilungsleiter drahtlose Kommunikation und Netze HHI, die Ziele so zusammen: „Neben der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind verbesserte Skalierbarkeit, vereinfachtes Management und reduzierte Kosten wichtige Faktoren. Der offene Ansatz bietet die Grundlage und damit die Chance für mehr Wettbewerb und mehr Innovation im Bereich der Campusnetze.“ Über die nächsten drei Jahre wird das Projekt mit 18,1 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Technologischer Vorsprung durch offene Technologie

5G-Campusnetze sind in der deutschen Industrie stark nachgefragt. Ende 2021 haben bereits mindestens 179 Unternehmen ein lokales Spektrum zur Eigennutzung zugeteilt bekommen. Damit die Implementierung eines solchen Netzes leichter wird, wollen die Projektpartner einen offenen Technologiebaukasten realisieren. Dieser soll um einen Komponenten-Katalog und Vorschläge für unterschiedliche Betreibermodelle erweitert werden. Zudem wird das System mittels Netzvirtualisierung um KI und maschinelles Lernen ergänzt, wodurch dynamisch und bedarfsgerecht Endgeräte sowie Funktionalitäten des Funkzugangsnetzes (RAN) und Kernnetzes (CORE) zu einem modularen und sicheren 5G-Campusnetz kombiniert werden.

Szenarien für 5G-Campusnetz werden in der Praxis erprobt

Dass es sich beim Projekt ‚Campus OS‘ nicht um theoretische Überlegungen handelt, wird angesichts des hohen Praxisbezugs schnell deutlich. Zunächst errichten die Institute FOKUS und HHI Testfelder in Berlin, um Elemente des Baukastens zu erproben. Anschließend sollen diese Szenarien bei den Partnern aus der Industrie im regulären Betrieb evaluiert werden:

  • Vernetzte Mobilität: teleoperiertes Fahren in lokal begrenzten Bereichen und netzwerkgestützte funktionale Sicherheit bei Bosch in Hildesheim.
  • Industrie 4.0: latenzarme und resiliente Steuerung von Fahrzeugen sowie Übertragung von Videos mit sehr hohen Datenraten bei Still in Hamburg.
  • Bauwesen: Überwachung von Baustellen in Echtzeit sowie Vernetzung aller auf Baustellen im Einsatz befindlicher Sensoren und Baumaschinen bei Topcon.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal Industry of Things erschienen.

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