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SPS IPC Drives 2018 Leuze setzt auf Safety@Work

| Redakteur: Rebecca Vogt

Auf einer Pressekonferenz im Rahmen der SPS IPC Drives 2018 in Nürnberg sprach Geschäftsführer Ulrich Balbach über aktuelle Entwicklungen bei Leuze. Sein Fokus lag dabei auf den Themen Safety@Work und Industrie 4.0.

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Leuze-Geschäftsführer Ulrich Balbach sprach bei einer Pressekonferenz am Stand des Unternehmens auf der SPS IPC Drives 2018 unter anderem über das Thema Safety@Work.
Leuze-Geschäftsführer Ulrich Balbach sprach bei einer Pressekonferenz am Stand des Unternehmens auf der SPS IPC Drives 2018 unter anderem über das Thema Safety@Work.
(Bild: Rebecca Vogt )

Was den Bereich Safety@Work betrifft, will sich Leuze als Komplettanbieter positionieren, wie Geschäftsführer Ulrich Balbach auf der Pressekonferenz am Stand des Unternehmens erklärte. Den Kunden biete man daher in diesem Bereich ganze Systemlösungen an – angefangen bei der MSI-Steuerung im Schaltschrank über sichere Sensoren wie Lichtvorhänge, Scanner, Schalter und Zuhaltungen bis hin zu den passenden Safety Services. „So unterstützen wir unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus ihrer Maschine oder Anlage hinweg, etwa mit Risikoanalysen, Sicherheitsinspektionen oder Nachlaufzeitmessungen“, berichtete Balbach.

Smart Process Gating als Muting-Alternative

Leuze hat auf Basis seiner MLC-Sicherheits-Lichtvorhänge im Bereich Safety@Work mit dem sogenannten Smart Process Gating (SPG) zum Beispiel eine Alternative zum Muting-Verfahren entwickelt. Man benötige hierbei keine signalgebenden Sensoren und könne so das Manipulationsrisiko, das beim Muting eines Lichtvorhangs durch das Betriebspersonal bestehe, reduzieren, erklärte Balbach. Gleichzeitig ließe sich die Gefahr von Arbeitsunfällen verringern.

Wie Balbach weiter ausführte, stellt das MLC-SPG zudem eine platzsparende Lösung dar, da es vertikal ohne zusätzliche Sensoren verbaut werden kann. „Einige unserer Kunden konnten so bereits ihre Förderstrecken verkürzen und Anlagen kleiner bauen“, berichtete der Geschäftsführer. Durch den Verzicht auf zusätzliche Sensoren sinke zudem die Fehleranfälligkeit. „Darüber hinaus sparen unsere Kunden Zeit bei der Installation, da weder Aufbau, noch Verkabelung und Justage von Mutingsensoren notwendig sind.“ Auf der SPS IPC Drives wurde Leuze für sein Smart Process Gating mit dem „GIT Sicherheit Award 2019“ in der Kategorie „Sichere Automatisierung“ ausgezeichnet.

Verbindung über OPC UA auch für kleinere Sensoren

Im Bereich der Industrie-4.0-Anwendungen hat Leuze seine Angebotspalette weiterentwickelt. „Vor zwei Jahren haben wir hier in Nürnberg als erster Sensorhersteller in Zusammenarbeit mit Microsoft gezeigt, wie unsere Barcodeleser Prozess- und Zustandsdaten direkt per OPC UA in die Azure Cloud und wieder zurück in den Sensor bringen“, berichtete Balbach. „Diesen Weg sind wir konsequent weitergegangen und können nun zeigen, wie dies auch kleinere und einfachere Sensoren hinbekommen.“

Neues Produktions- und Logistikzentrum geplant

In seinem Jahresrückblick auf der Pressekonferenz erinnerte Balbach an das 55-jährige Bestehen, das Leuze in diesem Jahr feiern konnte. Was die Entwicklung des Unternehmens, das ursprünglich aus der Textilbranche kommt, betrifft, hat sich der positive Wachstumstrend der Vorjahre, wie Balbach berichtete, auch 2018 in allen Marktsegmenten fortgesetzt. Das Umsatzvolumen habe erstmals die Schwelle von 200 Mio. Euro überschritten. „Der hohe Auftragseingang brachte uns im positiven Sinn an unsere Grenzen. Deshalb werden wir am Standort unserer Firmenzentrale in Owen in den nächsten Monaten den Spatenstich für ein neues Produktions- und Logistikzentrum setzen, von dem aus ganz Zentraleuropa versorgt werden wird.“

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