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Kunststoffe Lichtgesteuertes Molekül bietet neue Wege im Recycling

Redakteur: Katharina Bormann

Robuste Kunststoffe bestehen aus molekularen Bausteinen, die durch widerstandsfähige chemische Verbindungen zusammengehalten werden. Das Recycling solcher Stoffe ist quasi unmöglich, da sich die Verbindungen kaum voneinander lösen lassen. Ein Forscherteam der Humboldt-Universität zu Berlin hat jetzt ein Molekül entwickelt, das dieses Problem lösen soll.

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Lichtgesteuerte Moleküle sollen das Recycling von Kunststoffen in Zukunft einfacher machen.
Lichtgesteuerte Moleküle sollen das Recycling von Kunststoffen in Zukunft einfacher machen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Mithilfe von verschiedenfarbigem Licht ist das Molekül in der Lage, gezielt chemische Reaktionen anzutreiben oder umzukehren. Bestimmte Verknüpfungen auf molekularer Ebene – seien sie auch noch so stark – könnten, so die Universität, durch das Molekül je nach Bedarf hergestellt oder aufgebrochen werden.

Durch diese Entdeckung eröffneten sich neue Recycling-Wege und Möglichkeiten bei der Entwicklung nachhaltiger Materialien. Die lichtgetriebene Wiedergewinnung von individuellen Molekülbausteinen hat den Forschern zufolge großes Potenzial, die Wiederverwertung bisher nicht recycelbarer Kunststoffe zu ermöglichen – ohne dabei einen Kompromiss in Farbe, Form oder Qualität eingehen zu müssen.

System wie bei Selbstbau-Möbeln

„Die Funktionsweise unseres Systems ist dem von Selbstbau-Möbeln sehr ähnlich“, erläutern Michael Kathan und Fabian Eisenreich von der Humboldt-Universität. „Wir können jetzt bestimmte Strukturen auf molekularer Ebene ohne Verschleiß immer wieder auf- beziehungsweise abbauen. Als Werkzeug benutzen wir jedoch nicht Hammer und Schraubenzieher, sondern rote und blaue Leuchtdioden, mit denen wir die Moleküle steuern können.“

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