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Ethernet

Lichtwellenleiter-Ethernet sorgt für komfortable Prozessautomation

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Mit der neuen Ethernet-Ausführung des Remote I/O-Systems IS1, betritt optisch eigensicheres Ethernet mit Modbus TCP den Ex-Bereich in der Verfahrenstechnik. Zwar fehlen dem Modbus TCP-Protokoll standardisierte Mechanismen zur Konfiguration, Parametrierung und Diagnose, ein von R. Stahl entwickelter DTM macht IS1-Systeme aber entsprechend für Standard-Softwarepakete wie Pactware, Fieldcare, Fieldmate und andere zugänglich.

Lichtwellenleiter-Ethernet für alle Anwendungen der Verfahrenstechnik nutzbar

Modbus TCP wird zudem von fast allen Leitsystemen, etwa Emerson Delta V oder Yokogawa Centum CS, unterstützt. Wie bereits bei Profibus DP und Modbus RTU, kann auch die Ethernet-angepasste IS1-Variante, die aus zwei separaten Baugruppen besteht, im Betrieb unter Spannung in der Zone 1 ausgetauscht werden. IS1 für Ethernet kann sowohl an einem redundanten Ethernet als auch an einem einfachen Ethernet mit Versorgungsredundanz der CPU-Baugruppe betrieben werden.

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Beim Ausfall einer der Anbindungen kann das System binnen 200 ms umschalten – weitaus schneller, als dies mit Standard-Ethernet-Mechanismen wie Rapid Spanning Tree möglich wäre. Die neue Lösung ist daher für nahezu alle Anwendungen der Verfahrenstechnik einsetzbar.

Hot Swapping erleichtert Eingriffe oder Umbauten in Anlagen

Die bequeme Handhabung dank Hot Swapping ist gerade dann wichtig, wenn häufige Eingriffe oder Umbauten in eine Anlage erforderlich sind, Anlagenstillstände enorme Kosten verursachen oder relativ kurze Prüf- und Wartungsintervalle vorgeschrieben sind. Letzteres ist immer häufiger der Fall, weil viele Anlagen neben Explosionsschutzmerkmalen auch Anforderungen der Funktionalen Sicherheit gemäß IEC 61508/61511 erfüllen müssen.

Während im Explosionsschutz bis zu dreijährige Wartungsintervalle verlangt werden, können Bestimmungen zur Funktionalen Sicherheit oft deutlich kürzere Abstände zwischen Überprüfungen vorschreiben. In vielen Fällen gilt beispielsweise ein jährlicher Turnus für den Test der Sicherheitskreise (Tproof).

Nicht von ungefähr hat sich deshalb die optische Eigensicherheit als Zündschutzart der Wahl für einen Großteil aller Industrial Ethernet-Installationen auf Glasfaser-Basis entpuppt. Die Hot-Swap-Fähigkeit, die bei optischen Netzen nur Technik in Ex op is bietet, wiegt in vielen Prozessanlagen schnell die Mehrkosten auf, die durch das etwas aufwändigere technische Design für diese Schutzart anfallen.

Dipl.-Ing. (BA) André Fritsch ist Senior Product Manager Fieldbus & Remote I/O bei der R. Stahl Schaltgeräte GmbH, in 74638 Waldenburg.

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