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Plasma- und Brennschneiden Lieber gleich selber machen, statt auf Zulieferer warten!

| Autor / Redakteur: Erich Wörishofer / Peter Königsreuther

Erfahren Sie hier den Grund, warum der Schlosser- und Stahlbauer Alois Auer froh ist, sich eine Microstep-Schneidanlage ins Haus geholt zu haben...

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Die Alois Auer GmbH konnte sich durch eine Gebrauchtanlage der Mastercut-Baureihe von Microstep in Sachen Herstellung von Stahlbauteilen einen Vorteil verschaffen. Das war so...
Die Alois Auer GmbH konnte sich durch eine Gebrauchtanlage der Mastercut-Baureihe von Microstep in Sachen Herstellung von Stahlbauteilen einen Vorteil verschaffen. Das war so...
(Bild: M. Rebmann)

Produzierende Industrie, Baugewerbe, Öffentliche Hand und Privatkunden. Das sind die Branchen, die auf die Dienstleistungen der im oberpfälzischen Ebermannsdorf ansässigen Alois Auer GmbH & Co. KG zurückgreifen – die Aufgaben sind entsprechen vielfältig. Der Schlosserei- und Stahlbaubetrieb ist vorwiegend im Raum Nürnberg, Bayreuth und Regensburg tätig. Also für Kunden rund 100 km um den Firmensitz herum. Dort werden Stahlkonstruktionen, Treppen, Geländer, Balkone, Carports oder Aufzugschächte gefertigt.

Bei dieser Sachlage waren irgendwann ein bis vier Wochen Lieferzeit für Plasma- und Laserteile einfach ein nicht mehr tragbarer Zustand. Einschränkungen bei der Produktion waren deshalb unumgänglich. Unabhängiger vom Lohnschneider und damit flexibler und schlagkräftiger wollte Geschäftsführer Wolfgang Auer mit einem hausinternen Schneidsystem werden. Die beste Lösung war es nach einiger Denkarbeit, einfach eine gebrauchte Plasmaschneidanlage von Microstep anzuschaffen.

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Flexibilität ist alles was bei Auer zählt

„Die Flexibilität ist unsere Stärke, wir können schnell reagieren. Von der Manpower her und unseren Technologien“, sagt der heutige Geschäftsführer und Sohn des Firmengründers, Wolfgang Auer. 1967 wurde das Unternehmen von Alois Auer in dessen Garage gegründet, es wuchs seitdem stetig. Heute kümmern sich mehr als 25 Mitarbeiter auf über 1000 m² Unternehmensfläche um Aufmaß, statische Berechnung, Konstruktion, Fertigung und um die Montage von Stahl sowie Verglasungs- und Spenglerarbeiten.

In einem vor drei Jahren erstellten Neubau findet sich seit Ende 2019 die für das Unternehmen noch junge Schneidtechnologie Plasmaschneiden. Die Gebrauchtmaschine war zuvor sechs Jahre im Einsatz für einen anderen Metallbaubetrieb. Die Mastercut erlaubt übrigens zum Plasmaschneiden auch noch das Autogenschneiden. Vergessen war damit die Episode, als der Stahlbaubetrieb Monate zuvor von einem Lüftungsbauer eine andere Plasmaschneidmaschine für Dünnbleche gekauft hatte. Denn entgegen anders lautender Aussagen des Herstellers ließ sich die CNC-Maschine nicht für dickere Bleche aufrüsten. Ein großes Ärgernis und ein Grund für einen schnellen Wechsel.

Schneidtechnik-Duo für 4 bis über 40 mm Blechstärke

Das war die Chance für RST-Connect: dort ist man spezialisiert auf Gebrauchtmaschinen für die Metall- und Rohrbearbeitung. Und binnen 14 Tagen wurde eine Vor-Ort-Besichtigung der Mastercut vermittelt. „Die Maschine ist zwar schon älter, aber sehr gepflegt. Der Preis war auch in Ordnung“, so Auers erste Eindrücke.

Die Montage und Schulung wurde durch Microstep rasch durchgeführt und die Maschine ging in die laufende Produktion. Heute ist sie im Durchschnitt zwei Tage die Woche in Betrieb. Stahlbleche (Baustahl ST 235) von 4 bis 30 mm werden auf ihr in der Regel mit Plasmatechnologie geschnitten. Ab 40 mm kommt das Brennschneiden ins Spiel. „Die Schnittqualität ist für den Stahlbau perfekt. Ich hätte die Anlage lieber fünf Jahre früher gehabt“, merkt Auer an.

Neue Optionen in der Fertigung geschaffen...

Mit der Investition in die gebrauchte CNC-Maschine hat Auer ein echtes Problem, nämlich die Wartezeit auf den Lohnschneider eleminiert. Mit einem Berufskollegen hatte er sich bereits vor mehreren Jahren darüber ausgetauscht. Dieser schwärmte ihm von einer Schneidanlage im eigenen Haus vor, mit der er viel Zeit und Geld spare. „Ich habe dann selbst geschaut: Wir haben 60.000 bis 100.000 Euro jährlich für Laser- und Plasmateile ausgegeben. Die Summe war dabei nicht das Problem – aber die Lieferzeiten.“

Das ist nun Geschichte. Aktuell läuft die Anlage ausschließlich für die eigene Produktion – Kapazitäten für Lohnschneidaufträge sind aber durchaus vorhanden und Anfragen gerne willkommen. Zu 40 % ist die CNC-Anlage ausgelastet, mit zwei Tagen Betrieb wöchentlich ist sie auch gerechnet. Beinahe 40 t Blech wurden bereits im ersten halben Jahr geschnitten. Eine Anschaffung, die den Oberpfälzern ein enormes Plus an Flexibilität gebracht hat.

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