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TU Dresden Life Cycle Engineering beim Leichtbau braucht mehr Aufmerksamkeit

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mehr als 20 Einrichtungen und Verbände aus Wissenschaft und Wirtschaft haben sich auf ein Positionspapier zur Bedeutung des ganzheitlichen Life Cycle Engineerings (LCE) für zukünftige Leichtbaulösungen verständigt.

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Leichtbau spielt als Ressourcenschoner eine Schlüsselrolle: Prof. Maik Gude übergibt im Namen des Runden Tisches „Life Cycle Assessment (LCA)“ das Positionspapier an Dr. Herbert Zeisel, BMBF. Die Verfasser des Positionspapiers regen auch eine stärkere politische Unterstützung des LCE (Life Cycle Engineering) an, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschlands sicherzustellen.
Leichtbau spielt als Ressourcenschoner eine Schlüsselrolle: Prof. Maik Gude übergibt im Namen des Runden Tisches „Life Cycle Assessment (LCA)“ das Positionspapier an Dr. Herbert Zeisel, BMBF. Die Verfasser des Positionspapiers regen auch eine stärkere politische Unterstützung des LCE (Life Cycle Engineering) an, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschlands sicherzustellen.
(Bild: Diana Wolfrum / TUD/ILK)

Verfasst wurde das Papier, heißt es, vom Runden Tisch „Life Cycle Assessment (LCA)“ unter der Federführung der Plattform Forel und Beteiligung der Cluster MAI Carbon, Open Hybrid Labfactory und Arena 2036. Im Rahmen eines Besuchs des Ministerialdirigenten Dr. Herbert Zeisel, zuständig für Schlüsseltechnologien für Wachstum beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden, wurde das Positionspapier an das BMBF übergeben.

Innovative Materialien und neuartige Fertigungsmethoden sind gefragt

Ressourceneffizienz nehme heute eine wichtige Schlüsselrolle im nachhaltigen Leichtbau ein, so die Feststellung der Verfasser, zu denen sowohl OEM als auch Zulieferer, Materialhersteller und Forschungseinrichtungen gehören. Zur Fertigung leistungsfähiger Strukturbauteile seien aber innovative Materialien und die Entwicklung neuer Fertigungstechnologien dringend geboten. Leichtbauwerkstoffe werden dabei zunehmend in Mischbauweisen eingesetzt, was erhöhte Funktionsintegration ermöglicht und es damit leichter macht, die geforderten Eigenschaften zu erreichen, heißt es weiter.

Von der Anfang bis zum Ende des Bauteils gilt der Umweltschutz

Unstrittig ist, dass eine verringerte Bauteilmasse unmittelbar den Energiebedarf eines bewegten Systems in seiner Nutzungsphase senkt. Um eine vollständige Bilanzierung bereitzustellen, müssten jedoch die Umweltbelastungen in allen Lebensphasen des Produktes berücksichtigt werden. Demnach ist eine fundierte Analyse der Rohstoffgewinnung und der Verbräuche von der Produktion bis hin zum Recycling und Wiedereinsatz von Leichtbaustrukturen notwendig, mahnen die Experten. Dazu aber fehlten nach heutigem Stand noch wichtige Daten und Methodenwissen, das nur durch eine werkstoff- und prozessübergreifende Zusammenarbeit bereitgestellt werden könne.

Wirtschaft und Wissenschaft fordern Handlungen

Die Verfasser des Positionspapiers regen eine stärkere politische Unterstützung des LCE an, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschlands sicherzustellen. Das gelte für die Bewertung von Leichtbaukonzepten in der Mobilität und darüber hinaus in allen Industriebereichen, in denen bewegte Massen ein zentraler Bestandteil von Maschinen und Anlagen seien.

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