Bearbeitungszentren Lösungsvielfalt ist in der Fertigungstechnik gefragt

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Kunden kaufen nicht einfach ein Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum nach Katalogdefinition, sondern sie machen sich sehr grundsätzliche Gedanken über die strategische Ausrichtung Ihres Maschinenparks – insbesondere hinsichtlich des künftigen Anforderungsspektrums, weiß Winfried Benz, Geschäftsführer der Licon MT GmbH & Co. KG in Laupheim.

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Herr Benz, eine Stärke von Licon MT sind flexible Bearbeitungszentren vor allem für die Automotive-Industrie. Welche Schwerpunkte setzt Ihr Unternehmen bei der Weiterentwicklung dieser Maschinen?

Benz: Unsere Schwerpunkte: Produktivität, Prozesssicherheit, Flexiblität, Robustheit und Langlebigkeit, Wartungs- und Servicefreundlichkeit, Nachnutzbarkeit bis hin zur Rekonfiguration im Rahmen der Modularität. Zur Unterstützung von Produktverbesserungen werden unter anderem wissenschaftlich bewertete Service-Daten herangezogen. Darüber hinaus erweitern wir den Baukasten. So konnten wir eine Lateralfräsmaschine zur mechanischen Bearbeitung einer komplett geschweißten Aluminium-Karosse erfolgreich am Markt platzieren. Die Längsverfahrwege betragen über vier Meter. Der Zustellweg über Pinole beträgt bis zu 1200 mm.

Welche Bedeutung hat bei der Weiterentwicklung von Bearbeitungszentren die Energieeffizienz?

Benz: Energieeffizienz ist bei uns schon lange ein Thema, bereits seit Jahren verfolgen wir die konsequente Reduktion vermeidbarer Energieverluste, so sind zum Beispiel der Speicher-Ladebetrieb in der Hydraulik oder Netzrückspeisung elektrischer Umrichter seit Jahren Standard. In vertikaler Richtung bewegte Massen werden dadurch reduziert, dass wir Y als oberste Achse im Fahrständer bewegen. Lässt sich dieses Prinzip nicht umsetzen, setzen wir hydraulischen Gewichtsausgleich ein. Bei großen Verfahrwegen setzen wir Ritzel-Zahnstangen-Antriebe als energetisch günstigsten Antrieb ein. Des Weiteren favorisieren wir den Einsatz von Minmalmengenschmierung (MMS) als energetisch günstigere und ressourcenschonendere Variante gegenüber dem Einsatz von Kühlschmierstoffen dahingehend, dass wir bereits durchschnittlich 70% unserer Kundenaufträge mit MMS und in Einzelfällen komplett trocken abwickeln. Weitere Ansätze sind maßvoller Einsatz von Sperrluft und Abschaltprogramme (stand by), die wir in enger Abstimmung mit unseren Projektkunden umsetzen. Geregelte und damit energieeffiziente Kühlschmierstoffpumpen sind ebenfalls Teil unserer gesamtheitlichen Strategie.

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