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Lasertechnik LPKF erleidet ersten Rückgang seit elf Jahren

| Autor: Stéphane Itasse

Der Laserspezialist LPKF Laser & Electronics AG, Garbsen, hat ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Geringere Auftragseingänge im Segment Electronics Production Equipment und die Verzögerung eines großen LDS-Projekts führten zu einem Umsatzrückgang um 8 % im Vergleich zum Vorjahr auf 120 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt.

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Maschinen zum Laser-Direktstrukturieren haben bei LPKF für ein schwächeres Ergebnis gesorgt.
Maschinen zum Laser-Direktstrukturieren haben bei LPKF für ein schwächeres Ergebnis gesorgt.
(Bild: LPKF)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 45 % auf 13 Mio. Euro, erreichte aber trotzdem eine EBIT-Marge von 11 %, wie es weiter heißt. Trotz eines starken vierten Quartals mit einem Umsatz von 40 Mio. Euro und einer EBIT-Marge von 13 % habe LPKF die im Oktober reduzierte Prognose für 2014 nur knapp erreicht.

LPKF mit Auftragsflaute in zwei von sechs Produktbereichen

„Natürlich können wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein“, sagt Dr. Ingo Bretthauer, CEO von LPKF. „Wir hatten uns für 2014 viel mehr vorgenommen, aber der schwache Auftragseingang in zwei von sechs Produktbereichen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Ausschlaggebend für den Umsatzrückgang seien vor allem wirtschaftliche Schwierigkeiten koreanischer Endkunden sowie fehlende Großaufträge für Systeme zum Schneiden von Leiterplatten gewesen.

Im Segment Other Production Equipment stieg der Umsatz um 31 %, wie das Unternehmen weiter berichtet. Das Segment Electronics Development Equipment habe mit einem Umsatzplus von 20 % deutlich über den Erwartungen gelegen.

Insgesamt habe der Rückgang im Geschäft mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) nicht ausgeglichen werden können. So hätten die Garbsener 2014 erstmals seit elf Jahren einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Bretthauer und seine Vorstandskollegen blicken laut Mitteilung trotz des schwächeren Geschäftsverlaufs 2014 zuversichtlich nach vorn. „Unsere Wachstumstreiber in den Märkten sind intakt, unser Unternehmen ist weiterhin sehr profitabel und wir entwickeln hochinteressante neue Technologien“, sagt Bretthauer.

Drei neuartige Laserverfahren sollten LPKF wieder Schwung geben

Im Jahr 2015 will LPKF drei neuartige Laserverfahren vorstellen, die ab 2016 neue Wachstumsimpulse liefern sollen. Dazu gehört in Ergänzung zur LDS-Technik ein Beschichtungsverfahren, mit dem dickere Metallschichten auf Kunststoffträgern realisiert werden können, ein digitales Laserdruckverfahren für funktionale Pasten sowie ein Laserverfahren zum ultrafeinen Glasbohren für die Chipindustrie.

Aber auch das LDS-Geschäft solle weiter wachsen. LPKF arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Kosten des Prozesses zu reduzieren, um das Verfahren für die Kunden wirtschaftlich attraktiver zu machen. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen im neuen Wearable- sowie im LED-Markt.

Bereits im laufenden Jahr soll es bei LPKF wieder aufwärts gehen, wenn auch mit etwas gedrosseltem Tempo. In einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld erwartet das Unternehmen 2015 einen Umsatz von 128 bis 136 Mio. EUR und eine EBIT-Marge zwischen 12 und 15 %. In den folgenden Jahren wollen die Niedersachsen auf den gewohnten Wachstumskurs zurückkehren, die Einnahmen durchschnittlich um mindestens 10 % steigern und EBIT-Margen zwischen 15 und 17 % erreichen.

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 Stéphane Itasse

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, MM MaschinenMarkt