Akro-Plastic Lücke zwischen PA 6 und 12 geschlossen

Redakteur: Josef-Martin Kraus

PA 6.10 auf Basis nachwachsender Rohstoffe schließt die Lücke zwischen den Polyamid-Werkstoffen PA 6 beziehungsweise PA 6.6 und PA 12. Auf der Fachmesse Fakuma hat Akro-Plastic dieses Compound unter dem Namen Akromid S am Markt eingeführt.

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Laut Anbieter besteht es zu etwa 60% aus einem Rohstoff, der auf Rizinusöl basiert. Damit erfülle der Werkstoff die gängige Definition eines Biokunststoffs, ohne dass er biologisch abbaubar sei. Diese Eigenschaft soll ein technischer Kunststoff auch nicht haben.

Kunststoff PA 6.10 nimmt deutlich weniger Feuchtigkeit auf als PA 6 und PA 6.6

Kennzeichnend für PA 6.10 ist eine deutlich niedrigere Feuchtigkeitsaufnahme im Vergleich zu PA 6 und PA 6.6. Als ein typischer Wert für die Variante Akromid S3 GF 30 1 werden 1,2% bei 70 °C Temperaturbelastung und 62% Luftfeuchte angegeben. Im Gegensatz dazu betragen die Werte bei PA 6 und Pa 6.6 typischerweise 3 beziehungsweise 2,2%, je nach Verstärkungsgrad. Somit hat PA 6.10 eine um etwa die Hälfte reduzierte Feuchigkeitsaufnahme, was die Maßhaltigkeit daraus gefertigter Teile erhöht.

Als weitere Merkmale dieses Compounds werden die Kaltschlagzähigkeit, die chemische und Hydrolysebeständigkeit hervorgehoben. Die Verarbeitbarkeit entspreche der von PA 6.

Aus dem Compound können Präzisionsteile für technische Apparate hergestellt werden. Weitere Anwendungen werden bei technischen Teilen im Fahrzeugbau, bei Konnektoren in der Fahrzeugelektrik sowie bei Verbindungselementen und Steckern für die Photovoltaik sowie die Solarthermie gesehen.

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