IoT-Pilotprojekt Luftqualitätsanalyse via Cloud

Redakteur: Beate Christmann

Ein Pilotprojekt der Hamburger Port Authority (HPA) hat unlängst gezeigt, wie Städte mit dem Internet of Things ihre Luftverschmutzung überwachen könnten: Drei Monate lang erhoben Sensoren Daten zur Luftqualität im Hamburger Hafen. Diese wurden via Mobilfunkverbindung an ein Gateway übermittelt, dann auf einer Cloud-Plattform gesammelt, aufbereitet und zur Analyse verfügbar gemacht.

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Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden im Hafen Hamburg über drei Monate hinweg in Echtzeit Daten zur Luftqualität erhoben, in einer Cloud gespeichert und zur Analyse aufbereitet.
Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden im Hafen Hamburg über drei Monate hinweg in Echtzeit Daten zur Luftqualität erhoben, in einer Cloud gespeichert und zur Analyse aufbereitet.
(Bild: Kii)

Im Rahmen eines Pilotprojekts ist es der Hamburg Port Authority (HPA) gelungen, die Potenziale des Internet of Things für die Überwachung der Luftverschmutzung von Städten aufzuzeigen. Über einen Zeitraum von drei Monaten wurden Emissionswerte im Hamburger Hafen erhoben, auf einer Cloud-Plattform gesammelt und für Analysen aufbereitet. Ziel war es, den Schwefeldioxid-, Stickstoffdioxid- sowie den Feinstaubausstoß aufzuzeichnen und damit die Funktionsfähigkeit unterschiedlicher Umweltsensoren zu erproben.

Kleinste Partikel aufgezeichnet

„Das IoT-Pilotprojekt lief für uns sehr erfolgreich“, fasst Ulrich Baldauf, Leitung IT-Strategie bei der HPA, zusammen. Er präzisiert: „Wir konnten zahlreiche Parameter der Luftverschmutzung live messen, wie zum Beispiel die Emission von Feinstaub der Partikelgröße PM2,5 und PM10 oder zum Teil sogar Stickstoffdioxide, die in der Regel nur 10 Milliardstel in der Gesamtluft ausmachen.“

An drei verschiedenen Punkten wurden intelligente Messanlagen prototypisch installiert. Diese Sensoren erfassten unter anderem die Stickstoffdioxid- , Schwefeldioxid- und Feinstaubbelastung, lieferten aber auch Daten zu Temperatur, Luftdruck oder Luftfeuchtigkeit, die in spätere Analysen der HPA einflossen.

Emissionswerte via Cloud für Analysen aufbereiten

Alle aufgenommenen Sensordaten liefen via Mobilfunkverbindung an ein Gateway und wurden dann direkt zur Cloud übertragen. Die Cloud-Plattform sammelte die Daten, bereitete sie auf und machte sie über APIs auf einem übersichtlichen Web-Dashboard für die Mitarbeiter der HPA für Analysen verfügbar

Das Projekt startete im März 2016 unter der technische Leitung des IoT-Unternehmens Kii in Partnerschaft mit AQ-Mesh, einem Hersteller von Luftqualitätsmessgeräten. Da die HPA bereits einige Maßnahmen getroffen hat, um die Emissionen im Hamburger Hafen zu reduzieren (zum Beispiel die Bereitstellung von Landstrom für Kreuzfahrtschiffe während der Liegezeiten), hatte sie ein Interesse daran, deren Wirksamkeit zu prüfen und die Quellen für Luftverschmutzung zu identifizieren.

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