Automatisierter Informationsaustausch M2M: Motor für die Industrieautomation

Autor / Redakteur: Fred Yentz / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Innerhalb der Industrieautomation gibt es im Bereich des automatisierten Informationsaustausches noch erhebliche Verbesserungspotenziale. Die Machine-to-Machine-(M2M-)Technik verknüpft dazu Informations- und Kommunikationstechnik. Dabei wird die Konnektivität verbessert und die erzeugten Echtzeitdaten und Analysen ermöglichen eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit.

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Im Bereich des automatisierten Informationsaustausches gibt es in vielen Unternehmen noch Verbesserungspotenzial.
Im Bereich des automatisierten Informationsaustausches gibt es in vielen Unternehmen noch Verbesserungspotenzial.
(Bild: ILS Technology LLC)

M2M-Techniken findet man inzwischen in jedem Glied der Wertschöpfungskette eines Unternehmens. Doch vor allem aus der Produktion und Logistik liefert sie der Vor-standsetage konkrete Controllingergebnisse und Zahlen, die auf einer Echtzeitmessung von unterschiedlichsten Geschäftsprozessen basieren. Dabei erfüllen M2M-Anwendungen stets zwei wichtige Funktionen: Erstens sammeln und verwalten sie Maschinendaten, damit diese zu prozessfähigen Echt-zeitinformationen verarbeitet werden können, beispielsweise um Verzögerungen in der Fertigung direkt anzuzeigen oder automatische Warnmeldungen abzugeben. Auf einer weiteren, höheren Ebene stellen sie zweitens eine Verbindung zwischen Produktionsmaschinen und -prozessen sowie herkömmlichen Unternehmenssystemen wie Enterprise Resource Planning (ERP) Customer Relationship Management (CRM) her.

All dies verschafft der Geschäftsführung einen End-to-End- und Echtzeit-Überblick über die Vorgänge innerhalb des Unternehmens – in Zeiten volatiler Märkte ein immens wichtiger Faktor, um interne Prozesse flexibel verändern zu können. M2M-Techniken spielen zudem eine immer größere Rolle bei Fernüberwachungen und -steuerungen und der Verfolgung von Wirtschaftsgütern. Letztendlich werden sie immense Entwicklungsimpulse setzen. Und das nicht nur in klassischen Bereichen der Produktion und des Zuliefermanagements, sondern auch in weiteren Teilen der Wertschöpfungskette, etwa beim Energie- und Umweltmanagement.

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Impulse für die Produktion

Bei der Automatisierung der Produktion gibt es ebenfalls noch viel Potenzial für M2M-Techniken (Bild 1). Wie man dies nutzt, zeigt ein Beispiel aus der Automobilproduktion von Honda. Die IT-Manager in Hondas nordamerikanischen Fertigungsstätten standen vor der Herausforderung, unterschiedliche SPS-Systeme von Omron, Rockwell, Mitsubishi und anderen Herstellern in eigene Manufacturing-Execution-Systeme (MES) zu integrieren. Der Einsatz von IT-Ressourcen sollte dabei durch einfache und branchenübliche Softwarewerkzeuge verbessert werden.

Außerdem sollten die Tools in verschiedenen Produktionsstätten zum Einsatz kommen und die Produktqualität steigern. Honda entschied sich für Devicewise, weil es auf mehreren Betriebssystemen (Windows, Linux, AIX) läuft, eine einfache Konfigurationslogik anwendet und für die fortgeschrittene Automation ausgestattet ist. Der Automobilhersteller konnte so deutlich mehr Geschäfts- und Gerätedaten erzeugen, die zu einer Verbesserung der Arbeitsabläufe beitrugen. Dabei vereinfachte das IT-Team Upgrade-Prozesse, reduzierte die Komplexität der SPS-Konfigurationen und erreichte eine höhere Datenqualität.

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