BASF Magnetische Werkstoffe revolutionieren die Kühltechnik

Redakteur: Josef-Martin Kraus

BASF und Delta Electronics Inc. sehen in der Magnettechnik das Potenzial, um die Kühltechnik wirtschaftlicher und umweltverträglicher zu gestalten. Der Schlüssel dazu liegt in den Möglichkeiten der magnetokalorischen Stromerzeugung. So entwickeleln die Unternehmen Werkstoffe und arbeiten an Prototypen für energiesparende Kühlgeräte und Stromgeneratoren.

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Mit magnetfeldbasierten Kühlgeräten gegen den Klimawandel: Die Magnetokalorik-Forschung bietet Ansätze zur Energieeinsparung in der Kühltechnik.
Mit magnetfeldbasierten Kühlgeräten gegen den Klimawandel: Die Magnetokalorik-Forschung bietet Ansätze zur Energieeinsparung in der Kühltechnik.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ziel ist es, bis zu 50% Energie einzusparen. „Unsere Experten in der Material- und Prozessentwicklung arbeiten eng mit Grundlagenforschern an international renommierten Universitäten wie der TU Delft und unserem innovativen Industriepartner, Delta Electronics, zusammen“, sagt Prof. Dr. Rainer Diercks, Leiter des Forschungsbereichs Chemicals Research and Engineering bei BASF.

Scale-up der Werkstoffproduktion ist am Laufen

Laut Dierks wurde bei BASF bereits mit dem Scale-Up der Produktion spezieller, wirtschaftlich herstellbarer Werkstoffe bereits begonnen. Diese Werkstoffe zeigen ihre magnetokalorische Wirkung schon bei relativ niedrigen Temperaturen. Damit eröffneten sie ein größeres Anwendungspotenzial. Dierks sieht in der Werkstoffentwicklung einen wesentlichen Beitrag zum zum Erfolg dieses Projekts.

„Wir sind darüber erfreut, mit der BASF zusammenzuarbeiten“, sagt Deltas Vice Chairman und Chief Executive Officer Yancey Hai. „Unser gemeinsames Entwicklungsprojekt mit BASF stimmt mit unserer Mission überein, innovative, saubere und effiziente Energielösungen für eine bessere Zukunft anzubieten. Mit unserer Kompetenz in der Systemintegration effizienter Energietechnologien werden wir neue Geschäftsfelder erschließen.“

Verzicht auf gasförmige Kühlmittel

Kühlgeräte auf der Basis der Magnetokalorik – so Dierks und Hai – haben das Potenzial, den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Die Magnettechnik verzichtet auf gasförmige Kühlmittel und ist damit zum Beispiel leiser und vibrationsärmer als die üblichen Kompressoren-Kühlschränke. Außerdem ist sie so raumsparend, dass sie in allen herkömmlichen Haushaltskühlgeräten und kommerziellen Anwendungen wie Computerlüftungen oder Klimaanlagen Platz findet.

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