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MPDV

Manufacturing Execution System vereinfacht die Fertigungsplanung

19.04.2010 | Redakteur: Claudia Otto

Das neue Release des Hydra-Modules Leitstand (HLS) bietet laut MPDV erweiterte Funktionen. Den Fertigungsplanern können nun zum Beispiel in der grafischen Plantafel die Reihenfolge der Maschinen und Arbeitsplätze sowie deren übergeordnete Gruppen frei definieren. Dadurch kann sich die Plantafel am Fertigungsdurchlauf orientieren, unabhängig von der Nummernsystematik der Gruppen beziehungsweise Maschinen und Arbeitsplätze.

Um Durchlaufzeiten zu reduzieren und damit die Lieferzeit punktuell zu verkürzen, eignet sich das Splitten von Arbeitsgängen und das parallele Fertigen auf mehreren Maschinen. Die Arbeitsgangsplitt-Funktion ist im HLS 7.3 um folgende Features erweitert:

  • frei definierbare Mengenaufteilungen auf die Splitt-Arbeitsgänge,
  • weitere Absplittung von Mengen an bereits gesplitteten Arbeitsgängen,
  • Berücksichtigung bereits produzierter Mengen,
  • Restlaufzeit und Rüstmehraufwand der einzelnen Splitts wird ausgewiesen,
  • Änderung der Vorgaben direkt im Splitt-Dialog.

MES-System kann auf reduzierte Maschinenkapazitäten reagieren

Kurzfristige Maschinenausfälle aber auch geplante Stillstände wie vorbeugende Instandhaltung führen zu reduzierten Maschinenkapazitäten. Um das Kapazitätsangebot von Arbeitsplätzen oder Maschinen der Realität anzupassen, ist nun mit den „individuellen Schichtzeiten“ eine Funktion verfügbar, um Zeiträume ohne Maschinenkapazität direkt in der Plantafel zu hinterlegen.

Die Rüstwechselplanung im Hydra-Leitstand unterstützt den Planer bei der Maschinenbelegung, in dem sie ihn auf vermeidbare Rüstaufwände bei Werkzeug oder Materialwechseln hinweist. Die relativ starren Rüstzeiten aus den Arbeitsplänen können laut MPDV nun im HLS im planerischen Sinn an die Realität angepasst werden.

Markierung im MES-System für drohende Verspätungen

Ein wichtiges Ziel jedes Unternehmens ist die Einhaltung von Lieferterminen. Verspätungen müssen bereits in der Planungsphase erkannt werden, um Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Im HLS 7.3 können Arbeitsgänge markiert werden, die zwar aktuell noch nicht verspätet sind, deren geplantes Ende jedoch unmittelbar vor dem spätesten Ende liegt und somit eine Verspätung droht. Das Augenmerk des Planers wird damit automatisch auf die zeitkrititschen Vorgänge gelenkt.

MPDV Mikrolab GmbH auf der Hannover-Messe 2010: Halle 17, Stand B54

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