Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Studie IPA/Trovarit

Manufacturing Execution Systems (MES): das unbekannte Modewort?

22.06.2007 | Redakteur: Alexander Strutzke

Der Bekanntheitsgrad von MES in Unternehmen ist durchaus hoch: Zu dieser Schlussfolgerung kommen ie Wissenschaftler Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und der Trovarit AG in einer Studie. In den produktionsnahen Abteilungen beginnt sich der Begriff MES zu etablieren, in den weniger fertigungsnahen Unternehmensbereichen besteht hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten und Vorteilen von Manufacturing Execution Systems noch Aufklärungsbedarf.

Bei der Nutzenerwartung der Produktion steht klar die Verbesserung der Logistikleistung im Vordergrund: Kürzere Durchlaufzeiten, höhere Transparenz, Produktivitätsverbesserung, höhere Planungssicherheit sowie Termintreueverbesserung sind die erwarteten Vorteile durch eine MES-Einführung, teilt das IPA mit.

Ziele der Studie zu MES

Seit einigen Jahren gelten Manufacturing Execution Systems (MES) als ein Werkzeug, Planungs- und Steuerungssysteme in Unternehmen zu optimieren, um kürzere Durchlaufzeiten zu erzielen. Ob und wie dies in der Praxis umgesetzt wird, war Gegenstand der Studie zum Bekanntheitsgrad, Nutzenpotenzialen und bisherigen Einsatzgebieten von MES.

An der Studie nahmen über 160 Unternehmen aus Maschinen- und Anlagen bau sowie Automobil- und Automobilzuliefererindustrie teil. Befragt wurden in erster Linie Bereichs- und Abteilungsleiter sowie Fachexperten aus fertigungsnahen Bereichen. Es wurde nicht nur gefragt, welchen Bekanntheits- und Verbreitungsgrad MES-Lösungen haben, sondern auch, was sich Nutzer von diesen Lösungen versprechen, welche Erwartungen an die Systeme gestellt werden und welche Erweiterungen des Funktionsspektrums gewünscht sind. Darüber hinaus wurde erhoben, welcher Typ von MES-Lösung im Einsatz ist.

MES ohne geeignete Software kaum möglich

Da eine MES-Lösung den fertigungsbezogenen Bereich des „Real Time Enterprise“ adressiert, ist eine Umsetzung ohne geeignete Software-Werkzeuge kaum möglich. Derzeit stellt sich der MES-Markt nach Angaben des IPA allerdings sowohl von der Anbieter- als auch von der Anwenderseite äußerst heterogen dar. Die Anwender suchen noch nach der geeigneten IT-Architektur, sodass derzeit noch relativ viele MES-Anwender Eigenprogrammierungen oder Microsoft Office-Produkte nutzen.

Wird Standard-Software eingesetzt, ist diese oft stark angepasst oder kann die fertigungsnahen Planungs- und Steuerungsprozesse nur zum Teil abdecken. Angesichts des Anwenderwunschs nach weitest möglicher Integration ist hier mittelfristig mit einer Konsolidierung der Vielzahl von Spezialisten- und Teillösungen zu rechnen. Die Komplexität des MES-Aufgabenfelds deutet allerdings darauf hin, dass es zumindest mittelfristig auf eine Koexistenz von MES- und ERP-Lösungen hinausläuft.

Aufgrund der breit angelegten Fragestellung ist die Studie laut IPA sowohl für die Anwender im Unternehmen als auch für Softwarehersteller interessant. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zeigen, welche Anforderungen an zukünftige MES-Lösungen gestellt werden und mit welchen anderen Systemen Kompatibilitäten wünschenswert wären. Für den Anwender werde deutlich, welche Potenziale und Einsatzmöglichkeiten ein MES-System im Bezug auf seine Produktionsprozesse haben könnte, heißt es weiter.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 215407 / Fertigungsmanagement)

Themen-Newsletter Automatisierung abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Industrial Usability 2019

Das Anwendererlebnis im Mittelpunkt

Wie sieht eine erfolgreiche UX-Strategie aus? Ein Glück in Sachen Alleinstellungsmerkmal: Eine für alle, die gibt es nicht. Dieses Dossier bietet verschiedene aktuelle Ansätze und Trends in der Industrial Usability. lesen

Effizienzsteigerung

Mit Künstlicher Intelligenz erfolgreich durchstarten

Wie Sie Ihr erstes KI-Projekt starten, wie sich die Branche verändern wird und welche Best Practices es heute schon gibt – hier finden Sie die Fakten und das nötige Grundlagenwissen! lesen