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Zerspanung

Maschinen exakt an die Kundenanforderungen anpassen

| Autor / Redakteur: Reinhold Mannel / Ulrike Gloger

Angesichts der über eine längere Sicht weltweit steigenden Energiekosten wird das Thema Effizienz zunehmend wichtiger. Bei Werkzeugmaschinen kann diese beispielsweise durch Ein-/ Rückspeisemodule, geregelte Synchronmotoren, Frequenzumrichter-Pumpenantriebe für Kühlschmierstoff und andere Medien, Low-Watt-Ventilen für die Hydraulik und Module für die Energierückgewinnung verbessert werden. Auch durch den Einsatz von Leichtbaukomponenten wird Gewicht und somit Energie eingespart.

Heller sieht angesichts der Ressourcenknappheit den Zwang, bestehende und neue Techniken sowie Prozesse auch in der Werkzeugmaschinenbranche zu optimieren. Der Trend bringt für das Unternehmen neue und erweiterte Geschäftspotenziale, veranlasst aber auch dazu, beim eigenen Produktprogramm noch stärker auf Energieeffizienz zu achten, auch weil immer mehr Kunden das explizit fordern.

Gemeinsame Anstrengungen bei den Werkzeugherstellern

Angesichts der Ressourcenknappheit auf vielen Gebieten haben sich viele Hersteller von Präzisionswerkzeugen der VDMA-Initiative Blue Competence angeschlossen. Sie macht auf die wichtige Rolle des Maschinen- und Anlagenbaus als Hersteller von energie- und ressourceneffizienten Anlagen und Systemen aufmerksam.

Als Werkzeughersteller muss Kennametal moderne Werkstoffe entwickeln, weil der Druck auf endliche Bodenschätze eine wachsende Nachfrage nach alternativen Quellen verursacht. Insgesamt reicht die Maßnahmenpalette von Materialrecyclingprozessen bis hin zu verschleißbeständigen Legierungen und langlebigen, widerstandsfähigen Oberflächentechniken.

Recycling ist für Sandvik ein Weg, um die Situation zu entspannen. Anstatt neue Rohstoffe zu verwenden, erfordert die Herstellung neuer Werkzeuge aus recyceltem Hartmetall 70 % weniger Energie. Darüber hinaus bedeutet die Verwendung recycelter Werkstoffe 40 % weniger Kohlendioxidausstoß.

Sandvik Coromant verfügt über gut funktionierendes Recyclingsystem

Sandvik Coromant verfügt bereits über ein gut funktionierendes Recyclingsystem. Die Kunden füllen die gestellten Behälter mit gebrauchten Vollhartmetallwerkzeugen, Schneideinsätzen und Wendeschneidplatten. Sandvik Coromant kümmert sich um den Transport und zahlt Marktpreise für das Material. Der Hartmetallschrott wird nach hohen Umweltstandards aufbereitet und dann wiederverwendet. Die Qualität des recycelten Materials ist dabei aufgrund seiner höheren Reinheit dem ursprünglichen Rohmaterial durchaus überlegen. Mittlerweile gelingt es, 80 % des verkauften Hartmetalls zurückzukaufen und in den Recyclingprozess einzusteuern.

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