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Zerspanung

Maschinen exakt an die Kundenanforderungen anpassen

| Autor / Redakteur: Reinhold Mannel / Ulrike Gloger

Dem Klimawandel entgegenwirken – und sparen

Die politischen Forderungen, sich als Industrie stärker für den Klimaschutz einzusetzen, begegnen viele Werkzeugmaschinenhersteller dadurch, dass sie in Kooperation mit ihren Lieferanten und Kunden intensiv daran arbeiten, Energieeinsparungspotenziale zu identifizieren und zu nutzen, bestätigt VDW-Geschäftsführer Schäfer: „Seit 2010 ist es ein vorrangiges Ziel der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Schulterschluss mit dem europäischen Verband Cecimo, durch eine Selbstregulierung den europäischen Vorgaben zu entsprechen. Dazu unterzieht jeder Maschinenhersteller seine Produkte einem transparenten Bewertungsverfahren. Eingeleitete Verbesserungsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sollen an eine übergeordnete, unabhängige Stelle gemeldet werden, die kontrolliert und beurteilt, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden.“ Der VDW arbeitet intensiv daran, die EU-Kommission von der Wirksamkeit im Sinne der Energieeinsparung durch die Selbstregulierung zu überzeugen.

Nach Ansicht von Heller sind alle Kundenbranchen, die direkt mit CO2-Emissionen und deren Ausstoß beziehungsweise notwendigen Minimierungen zu tun haben, gezwungen, zukünftig neue Techniken zur Verlangsamung des Klimawandels zu entwickeln. Heller nutzt dies, um Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des angestammten Produkt- und Prozessgeschäfts und des Zerspanens zu ermitteln und umzusetzen.

Ein Beispiel dafür ist das reibungsvermindernde LDS-Beschichten (Lichtbogendrahtspritzen) von Zylinderbohrungen in Kurbelgehäusen, deren Fertigungsanlagen schon länger zur Heller-Kompetenz gehören. Das Beschichtungsverfahren senkt das Motorgewicht und reduziert den Kraftstoffverbrauch.

Energiesparende Teile basieren auf Verbundstoffen und hochfesten Materialien

Die Nutzung alternativer Energiequellen müsse günstiger werden als kohlebasierte Energie, so Sandvik. Gleichzeitig gelte es, energiesparende Produkte zu entwickeln – insbesondere für das Transportwesen, das einen hohen Anteil an den Treibhausemissionen hat. Entsprechende technische Lösungen basieren auf Alternativen wie Verbundstoffen und hochfesten Materialien, die dazu beitragen, Gewicht zu sparen und damit die Umweltbelastung zu reduzieren.

Ein von Rolls Royce geleitetes Projekt in der Luftfahrtindustrie, an dem auch Sandvik Coromant beteiligt ist, hat sich zum Ziel gesetzt, den Treibstoffverbrauch von Flugzeugen durch den Einsatz neuer Werkstoffe für Triebwerkskomponenten um bis zu 50 % zu senken. Damit würden bei jedem Flug über den Atlantik 600 kg CO2 weniger in die Atmosphäre gelangen.

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