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Zerspanung

Maschinen exakt an die Kundenanforderungen anpassen

| Autor / Redakteur: Reinhold Mannel / Ulrike Gloger

In diesem Zusammenhang will der VDW einen aktiven Beitrag zur Zukunftssicherung der Branche leisten, wie der VDW-Geschäftsführer betont. „Mit unserer eigenen Nachwuchsstiftung sollen junge Menschen für eine Ausbildung in der Metallindustrie begeistert und es soll ihnen der Übergang von der Schule zum Beruf erleichtert werden. Darüber fördern wir die Qualifizierung von Ausbildern und Lehrern.“

Erfolglose Studien verhindern und besser informieren

Auch der VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge konstatiert, dass die zunehmende Überalterung der Belegschaften vielen Unternehmen das Leben schwerer macht. Und es wird immer schwieriger, ausbildungsfähigen Nachwuchs zu rekrutieren. Weil dies für alle Branchen gilt, wird der Wettbewerb um junge Menschen zunehmend härter werden. Die Verstädterung der Bevölkerung ist für viele Werkzeughersteller, die überwiegend im ländlichen Raum angesiedelt sind, eine zusätzliche Herausforderung.

Um dem zu begegnen, wurde zur Verringerung der Studienabbrecherquote das Projekt Maschinenhaus ins Leben gerufen. Das Bildungsportal www.talentmaschine.de informiert junge Menschen über Karrieremöglichkeiten im Maschinenbau und vermittelt Stellenangebote. Stiftungslehrstühle und Zertifikationskurse werden von Mitgliedsunternehmen initiiert und finanziert.

Auch Werkzeughersteller wie Kennametal stellen die Mitarbeiter als wertvollste Ressource klar in den Vordergrund. Daher will man die engagiertesten, qualifiziertesten Mitarbeiter in jedem Berufsbild an sich ziehen, wofür Maßnahmen wie Ausbildungsprogramme, Praktika, Partnerschaften mit lokalen Hochschulen, Fachschulen und Universitäten praktiziert werden.

Nach Meinung von Sandvik wird sich die Werkzeugindustrie noch mehr als heute mit dem Nachwuchskräftemangel und dem Wissenstransfer zwischen den Generationen beschäftigen müssen. Das Know-how wird zu einer knappen Ressource. Mögliche Lösungen könnten Hyperspezialisierung und Outsourcing sein. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass hoch qualifizierte Teams nur für einen begrenzten Zeitraum Aufgaben übernehmen und sich dann dem nächsten Unternehmen zuwenden.

Wachstumspotenziale durch mehr Mobilität und höhere Ansprüche

Werkzeugmaschinenhersteller wie Heller messen dem Thema Mobilität eine herausragende Bedeutung bei, die durch eine weltweit wachsende Bevölkerung, die zunehmend in die Städte zieht, noch verstärkt wird.

Das eröffnet gewaltige Wachstumspotenziale für den Werkzeugmaschinenmarkt, nicht nur im Automotive-Bereich, wie Manfred Maier, Geschäftsführer der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, bemerkt: „Die wachsende Bevölkerung hat wachsende Ansprüche, die bedient werden müssen. Das eröffnet dem Werkzeugmaschinenbau sowie den Werkzeugherstellern weitere Chancen auf mehr Absatz sowie ein umfassenderes Produktprogramm, was natürlich auch organisatorische und personelle Anforderungen stellt. Dabei will Heller nicht jedem Trend folgen, sondern ihn realistisch hinsichtlich Wertigkeit und Nachhaltigkeit beurteilen.“

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