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Zerspanung

Maschinen exakt an die Kundenanforderungen anpassen

| Autor / Redakteur: Reinhold Mannel / Ulrike Gloger

Industrie 4.0 und Internet der Dinge – zwei Seiten derselben Medaille?

Stichwort ist „Industrie 4.0“. Die Vision ist ein Netzwerk, in dem intelligente Gegenstände miteinander Informationen austauschen, Aktionen auslösen und sich wechselseitig steuern, ohne dass zwingend ein Mensch eingebunden sein muss. Durch diese Vernetzung können betriebliche Prozesse optimiert und Dienstleistungen für vielfältige Anwendungsbereiche erbracht werden.

Dazu müssen auch unternehmensnahe Dienstleistungen wie Instandhaltung oder der Service sowie die Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern im nichttechnischen Bereiche mit ins Produktportfolio deutscher Werkzeugmaschinen aufgenommen werden. Als positiver Nebeneffekt entsteht durch das zusätzliche Dienstleistungsangebot ein Wettbewerbsvorteil oder ein neues Alleinstellungsmerkmal.

Das Internet der Dinge verändert Produkte, Branchen, Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze. Aus Lieferanten- und Kundenketten werden künftig Netzwerke. Die Netze und Daten ermöglichen Verknüpfungen und damit Produkte und Dienstleistungen, die wir teilweise heute noch nicht einmal erahnen. Zweifellos wird auch Industrie 4.0 immer mehr Bereiche der Werkzeugmaschinenindustrie erobern. Es entstehen Datenbanken mit riesigen Informationsmengen, die erstellt, gepflegt, ausgewertet und auch vor Missbrauch geschützt werden müssen.

Bereits ausreichend auf die Zukunft vorbereitet?

Für Heller ist die Frage, wie viele Werkstücke sich „im Zugriff“ der Maschine befinden, zukünftig ein wichtiger Automatisierungsgesichtspunkt, wie Heller-Geschäftsführer Manfred Maier bestätigt: „Die technischen Möglichkeiten reichen hier vom einfachen Palettenwechsler beziehungsweise den Paletten-Linear- beziehungsweise -Rundspeichern über den flexiblen Bestückungsroboter bis hin zur Kombination mit einem Regalsystem auch für Werkzeuge. Besonders interessant wird die Frage der Automatisierung bei den Fertigungsanlagen, in denen mehrere Werkzeugmaschinen innerhalb einer Prozesskette zum Einsatz kommen.“

Der Ansatz von „Industrie 4.0“ ist für Heller die (r)evolutionäre Zusammenfassung dessen, was es seit einiger Zeit in Ansätzen bereits gibt. Das Nachdenken über „Cyber-Physical-Systems“ (CPS) sei dabei nur die Konsequenz für die Zukunft. Die Werkzeugmaschine als Teil dieser CPS sei wahrscheinlich das Element, das bereits am besten auf diese Zukunft vorbereitet ist. Die größeren Herausforderungen werden im Abgleich der Schnittstellen verschiedener Systeme und in den handelnden Menschen liegen.

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