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Usetec 2015

Maschinen leben zwei Mal

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Jürgen Schreier

Zwar gibt es auf der Usetec gebrauchte Produktionstechnik aller Art für fast alle Branchen. Im Mittelpunkt stehen jedoch traditionell Maschinen für die Metallbearbeitung.
Zwar gibt es auf der Usetec gebrauchte Produktionstechnik aller Art für fast alle Branchen. Im Mittelpunkt stehen jedoch traditionell Maschinen für die Metallbearbeitung. (Bild: Hess/Drollinger)

Badischer Wein statt Kölsch: Die Gebrauchttechnik-Messe Usetec kehrt 2015 dahin zurück, wo einst alles begann – nach Karlsruhe. Vom 13. bis 15. April erwarten Organisator Florian Hess und die Messe Karlsruhe mehr als 300 Aussteller und ein internationales Publikum aus über 100 Ländern.

Back to the roots: Um Schlagersänger, die plötzlich ihre Vergangenheit als „Rocker“ wiederentdecken, geht es im Folgenden natürlich nicht – vielmehr um die Gebrauchtmaschinenschau Usetec. Der Domstadt Köln, wo die Weltmesse für Gebrauchttechnik seit 2011 ihr Domizil aufgeschlagen hatte, sagt man Tschüs und kehrt zurück nach Karlsruhe, wo vor 20 Jahren unter dem Label „Resale“ alles begann.

Und auch der Veranstaltungszeitpunkt dürfte bei so manchem „alten“ Resale/Usetec-Fan für ein Déjà-vu-Erlebnis sorgen. Die Karlsruher Usetec findet wie früher parallel zur Hannover-Messe statt, sodass Besucher der Gebrauchtmaschinenschau auch der Technologiemesse in Hannover eine Visite abstatten können.

Gebrauchtmaschinenmarkt im Aufwind

Wenige Wochen vor dem Usetec-Start geben sich die Messemacher aus Weingarten und Karlsruhe optimistisch. Gerechnet wird mit über 300 Ausstellern und rund 5000 Fachbesuchern aus mehr als 100 Ländern. Über die Messeexponate hinaus haben die ausstellenden Firmen unmittelbaren Zugriff auf etwa 85.000 Maschinen – und so werden auch in diesem Jahr wieder viele Einkäufer nach dem Messebesuch die Lager der Aussteller in Augenschein nehmen. Denn auch die weltwirtschaftliche Lage „passt“.

Zwar gibt es weiter bestehende Risiken – allen voran natürlich die nicht wirklich gelöste Ukraine-Krise, die bekanntlich zu den Russland-Sanktionen der EU führte. Doch die großen Wirtschaftsräume dürften sich positiv entwickeln. So sieht es zumindest der Bundesverband des Deutschen Exporthandels (BDEx) in Berlin. Der Verband rechnet für 2015 mit einem Exportwachstum in Höhe von rund 4 %.

Wenig Impulse aus den Bric-Staaten

„Wachstumspotenzial für den Gebrauchtmaschinenmarkt besteht insbesondere in den Asean-Staaten und in lateinamerikanischen Ländern wie Bolivien, Peru und Kolumbien“, weiß BDEx-Geschäftsführer Gregor Wolf, „genauso wie in den nordafrikanischen Staaten Ägypten, Tunesien und Marokko. In diesen Ländern ist vor allem eine Nachfrage nach Maschinen für die Nahrungsmittelbearbeitung und Agrartechnik zu verzeichnen.“

Aus den Bric-Staaten, lange Zeit ein großer Hoffnungsträger der deutschen Exportwirtschaft, seien allerdings keine nennenswerten Wachstumsimpulse zu erwarten. Angesichts des niedrigen Ölpreises ist verständlicherweise auch die Investitionsneigung im Nahen und Mittleren Osten eher verhalten. Gleiches gilt für andere Erdölländer wie Nigeria oder Venezuela.

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