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Usetec 2015

Maschinen leben zwei Mal

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Still ruht der See – Absatz in europäischen Ländern nur verhalten

„Maschinen beider Hersteller sind sehr langlebig und äußerst zuverlässig“, weiß BTT-Inhaber Mike Bosetti. „Auch gebraucht handelt es sich um gute Werkzeugmaschinen, die noch sehr viele Jahre arbeiten.“ Aktuell legt bei BTT besonders die Nachfrage aus Deutschland zu. „Allerdings ist es gerade ziemlich schwierig, an gute Gebrauchtmaschinen zu kommen“, berichtet Bosetti. Denn bei anziehender Konjunktur und vollen Auftragsbüchern trennten sich viele fertigende Unternehmen nicht gerne von ihren älteren Modellen, erklärt der Werkzeugmaschinenhändler.

Neben den deutschen Kunden kaufen Metall verarbeitende Betriebe aus aufstrebenden Schwellenländern wie Indien oder der Türkei momentan verstärkt ein. Auch in Mittelost- und Südosteuropa wird gebrauchte Zerspanungstechnik gesucht. Eher ruhig ist es hingegen in großen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien oder Großbritannien. „Da haben wir früher viele Geschäfte getätigt“, sagt Bosetti nicht ohne Bedauern.

Verhandeln – manchmal braucht man ein Pokerface

Um am Ende beim Verkauf einen guten Preis zu erzielen, braucht es manchmal ein Pokerface. Es gibt Messebesucher, die während der gesamten Veranstaltungsdauer die Angebote sammeln. „Erst am letzten Tag wollen sie vermeintliche Überbleibsel als Schnäppchen kaufen“, weiß Mike Bosetti. „Am liebsten möchten sie aber eine Maschine ohne Anzahlung schon am ersten Tag reservieren.“ Sie verfolgen damit ein Ziel – den Preis zu drücken. Der BTT-Chef bleibt da entspannt und meist gewinnt er das Pokerspiel. Ohne Not gibt’s bei ihm keine Kampfpreise. „Am Ende wird bei wirklichem Interesse trotzdem gekauft.“

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Kultprodukt für Retrofitter

Viele Aussteller haben Produkte und Dienstleistungen im Angebot, die der Wiederaufbereitung gebrauchter Maschinen dienen. Das gilt auch für die Schmid & Wezel GmbH & Co. Allerdings ist das Unternehmen nicht der klassische Usetec-Anbieter mit Exponaten aus zweiter Hand. „Gebrauchtmaschinen spielen für uns nur eine sehr untergeordnete Rolle“, sagt Filipp Pachomow. „Vielmehr beteiligen wir uns vor allem in Karlsruhe, um den Biax-Elektroschaber zu präsentieren“, erklärt der Vertriebsleiter bei Schmid & Wezel. „Ein absolutes Kultprodukt, das gerade für das Rebuilding von gebrauchten Maschinen die einzige sinnvolle Alternative zum Handschaben darstellt.“

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