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Usetec 2015

Maschinen leben zwei Mal

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Bei Schmid & Wezel glauben die Verantwortlichen, dass sogar noch Zuwächse beim Absatz von Elektroschabern möglich sind. Auf der Usetec will man deshalb neue Kundenkreise erschließen – auch unter den anderen Ausstellern, wenn sie Maschinen wiederaufbereiten.

Denn vom Grundsatz können viele gebrauchte Werkzeugmaschinen derart umfassend aufbereitet und modernisiert werden, dass sie selbst im Umfeld von Industrie 4.0 eine gute Figur machen würden. Beispielweise zeigte CMS auf der Usetec 2014 eine überholte Chiron FZ 12 W, in deren Arbeitsraum ein kleiner Kuka-Roboter die Bestückung des Palettenwechslers vornahm – flink, unauffällig und NC-gesteuert. Lohn der Mühe: Die Bearbeitung wurde deutlich schneller, allein schon durch die neueren Spanstrategien, intelligentere Bewegungsführung sowie durch raschere Satzwechsel und verkürzte Nebenzeiten.

Ältere Maschine kräftig aufgebrezelt

Um dies zu belegen, wurde die auf der Messe gezeigte Demonstrationsmaschine zunächst mit der ursprünglichen CNC betrieben – und dann umgeschaltet auf eine aktuelle Sinumerik-CNC des Typs 840D sl. Alle anderen Komponenten der Maschine blieben unverändert.

Den während der Bearbeitung durch die neue CNC erzielten Zeitgewinn zeigte ein Display an: Je nach zu fertigendem Teil sind dies durchaus 25 % oder mehr. Und die Zeitgewinne durch die komfortablere Programmierung, Bedienung und das CNC-gestützte Messen und Einrichten sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Zusätzlich stellt die Sinumerik-CNC die Möglichkeit zur Ferndiagnose des Roboters zur Verfügung.

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Ob modernisiert oder nicht: Grundsätzlich sollte man eine Gebrauchtmaschine vor dem Kauf besichtigen, empfiehlt Michael Richter, Geschäftsführer von Hans-Jürgen Geiger Maschinen-Vertriebs GmbH, Metzingen. Dazu besteht natürlich im Rahmen einer Präsenzmesse wie der Usetec, aber auch bei etwaigen Händlerbesuchen im Anschluss an die Messe jede Menge Gelegenheit. „95 % unserer Kunden kommen zu uns und prüfen die Maschine vor dem Kauf. Damit stellen wir sicher, dass der Kunde weiß, was er kauft. Zudem sind einzelne Vereinbarungen wie ein Rückgaberecht oder eine Ersatzteilgarantie möglich“, erläutert Geiger-Manager Richter.

Vertrauen und Kontakte – gibt's das auch im Internet?

Ungeachtet dessen werden viele Geschäfte heute online getätigt. „Andererseits geht es im Handel mit Maschinen um Vertrauen und um Kontakte“, weiß Heico Koch, Geschäftsführer von Trade Machines. „Beides wird durch die Usetec als Messe und Trade Machines als Onlineplattform gefördert. So werden Verkäufer und Käufer von Gebrauchtmaschinen zusammengebracht – mit dem Ziel, den Handel zu vereinfachen.“

Aus diesem Grund beleuchtet ein sogenannter Auction Hotspot auf einer Sonderfläche in Halle 2 unter Federführung von Trade Machines alle Aspekte rund um das Thema Industrieauktionen. Neben Auktionshäusern präsentieren sich dort Anbieter unterstützender Dienstleistungen wie Finanzierung, Transport, Exportabwicklung, Verzollung und Bewertung.

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