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Maschinenbau erreicht Produktionsrekord von fast 200 Mrd. Euro

| Autor: Stéphane Itasse

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer bestätigen ihre im Sommer für 2014 getroffene Produktionsprognose von 1 % „Für die ersten zehn Monate des Jahres liegt die reale Produktion von Maschinen- und Anlagen in Deutschland 1,0 % über dem Vorjahr. Wir sind insofern sehr optimistisch, unsere Prognose zu erreichen“, sagt VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes am Donnerstag in Frankfurt am Main. Für 2015 ist er optimistischer.

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Deutsche Maschinen werden 2015 gefragt sein – der VDMA erwartet weiteres Wachstum.
Deutsche Maschinen werden 2015 gefragt sein – der VDMA erwartet weiteres Wachstum.
(Bild: Hermle)

„Unterm Strich konnten wir 2014 sowohl beim Umsatz mit 212 Mrd. Euro als auch in der Produktion mit 199 Mrd. Euro die bisherigen Rekordmarken von 2008 (Umsatz: 208 Mrd. Euro, Produktion 196 Mrd. Euro) übertreffen“, wie Festge laut VDMA Mitteilung weiter erläuterte.

Über 1 Million Beschäftigte im deutschen Maschinenbau

„Gewinner dieser insgesamt guten Performance sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, meinte der VDMA-Präsident. „Ich werte diesen Beschäftigungsaufbau aber auch als einen deutlichen Scheck auf die Zukunft.“ Die Zahl der Beschäftigten hatte im Mai erstmals wieder die Eine-Million-Marke erreicht. Das war zuletzt 1993 der Fall gewesen. Im Oktober arbeiteten insgesamt 1.011.000 Menschen im Maschinenbau. Das sind 1,7 % oder 16.000 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Festge nannte als Gründe für den Aufbau – angesichts des moderaten Produktionswachstums – vor allem die gewaltigen Herausforderungen (Industrie 4.0, Rente mit 63, demografischer Wandel), die die Maschinenbauindustrie nur mit qualifiziertem Personal bewältigen könne.

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Auftragseingang lässt für 2015 weiteres Wachstum erwarten

Für 2015 bleiben die deutschen Maschinenbauer nach eigenen Angaben bei ihrer Produktionsprognose von plus 2 %. Der Produktionswert könnte 2015 mit 205 Mrd. Euro erstmals die Schwelle von 200 Mrd. Euro überschreiten. „Unser bisheriger Auftragseingang hat dafür eine Basis gelegt. In den ersten zehn Monaten übertraf er sein Vorjahresniveau preisbereinigt um 2 %“, berichtete der VDMA-Präsident.

Es gebe allerdings nach wie vor unkalkulierbare Risiken, wie die Russland-Ukraine-Krise oder die nur schleppend in Gang kommenden Reformen in Frankreich und Italien sowie die Wachstum hemmenden Gesetze der deutschen Bundesregierung aus den letzten Monaten.

Chancen sähen die Maschinenbauer vor allem im Re-Industrialisierungsprozess in den USA. Auch die niedrigen Rohstoffpreise stimulierten die Weltwirtschaft. Zusätzlich helfe der gesunkene Außenwert des Euro. „Der überbewertete Euro hat in der Vergangenheit Marge gekostet und auch das eine oder andere Geschäft verhindert. Freilich gilt nach wie vor, dass für die Maschinenbauer eine gute Nachfrage wichtiger ist als ein niedriger Wechselkurs“, sagte Festge.

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Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

, MM MaschinenMarkt