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Konjunktur Maschinenbau mit guten Erwartungen für 2018

| Redakteur: Robert Horn

Die gute Konjunktur beschert dem Maschinenbau derzeit volle Auftragsbücher. Nach Ansicht des VDMA wird das auch im nächsten Jahr so bleiben.

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Auch 2018 wird die Konjunktur sich weiter erholen, prognostiziert der VDMA. Er rechnet mit einem Produktionswachstum im Maschinenbau von 3 %.
Auch 2018 wird die Konjunktur sich weiter erholen, prognostiziert der VDMA. Er rechnet mit einem Produktionswachstum im Maschinenbau von 3 %.
(Bild: Schuler )

Es läuft gut derzeit für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Das bisherige Wachstum des konjunkturellen Aufschwungs wird sich, so prognostizieren die Volkswirte des VDMA, auch im kommenden Jahr im gleichen Tempo fortsetzen. Der Verband rechnet für 2018 mit einem Produktionswachstum von 3 %. Für 2017 hatte der VDMA im Sommer seine Prognose ebenfalls auf 3 % im Vergleich zum Vorjahr angehoben.

„Wir sind hier auf einem sehr guten Weg. In den ersten sieben Monaten 2017 haben die Maschinen- und Anlagenbauer ein Produktionswachstum von 2,9 % erreicht“, erklärt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Politische und wirtschaftliche Krisen sowie weiter notwendige Strukturreformen verhindern eine deutlichere wirtschaftliche Erholung in vielen Ländern. Daher wird das Wachstum 2018 keine stärkere Dynamik erreichen, es wird sich lediglich regional verschieben.“

Investitionen in den USA nehmen zu

Für 2018 stehen, so der Verband der Maschinenbauer, die Zeichen auf Expansion, immerhin seien die Kapazitäten so stark ausgelastet wie seit 2008 nicht mehr, teilweise käme es bereits zu Kapazitätsengpässen. „Das sollte den dringend notwendigen Ausrüstungsinvestitionen endlich auf die Sprünge helfen“, hofft Wiechers.

Auch in den USA, immerhin der wichtigste Exportmarkt für den deutschen Maschinenbau, läuft die Konjunktur besser als im Jahr davor. Amerikanische Unternehmen investieren stärker in neue Ausrüstung, was dem deutschen Maschinenbau sichtbar gut tut. Um 7 % sind die Maschinenexporte in die USA im ersten Halbjahr 2017 gestiegen. Für 2018 erwartet man vielleicht sogar eine leichte Steigerung der Investitionen. „Allerdings gibt es in Bezug auf die künftige Regierungspolitik von US-Präsident Donald Trump nach wie vor mehr Unsicherheiten als Klarheiten. Deshalb gehen wir nicht von einer zusätzlichen Beschleunigung unserer Exporte aus, sondern allenfalls von einem weiterhin soliden Wachstum – vorausgesetzt, die immer wieder erhobenen protektionistischen Forderungen manifestieren sich nicht in konkretem Handeln“, beschwichtigt Wiechers.

Exporte nach China nicht haltbar

Die Exorte nach China, Deutschlands drittwichtigstem Ausfuhrpartner, sind im ersten Halbjahr 2017 um sehr gute 23 % gewachsen. Das sei, so der VDMA aber in dieser Form nicht zu halten. Der Verband rechnet deshalb für 2018 mit einem Zuwachs in prozentual mittlerer einstelliger Höhe. 10 % der deutschen Maschinenexporte oder knapp 8 % der deutschen Produktion gehen nach derzeit nach China. Deshalb kommt es zu einem Dynamikverlust für die Gesamtkonjunktur im Maschinenbau in Deutschland, „der durch eine Steigerung beim Absatz in anderen Märkten kompensiert werden muss und wohl auch kann“, so der VDMA-Chefvolkswirt.

Exportplus aus der EU

Ebenfalls gestiegen sind die Exporte in die Partnerländer der EU. Das bisher ausgewiesene Plus von 2 % könnte sogar unterzeichnet sein, da es hier regelmäßig mit mehrmonatiger Verspätung zu Nachmeldungen kommt. Einen Einbruch erlebten die Exporte in das Vereinigte Königreich (minus 4 % im ersten Halbjahr). „Für 2018 rechnen wir für die meisten EU-Länder weiterhin mit Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich. Die Konjunktur hat in der EU deutlich an Fahrt gewonnen. Es gibt einen Nachholbedarf an Investitionen, gerade in der Euro-Zone. Der Auftragseingang aus den Euro-Partnerländern ist in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres mit einem Plus von 11 % eindeutig auf Expansionskurs“, so der Chefvolkswirt.

Die Entwicklungs- und Schwellenländer (ohne China) wiesen im ersten Halbjahr 2017 ein Exportplus von 5 % auf. „Hier sehen wir 2018 für die meisten Länder weiterhin Wachstumspotenzial. Das gilt beispielsweise für Brasilien, Russland und Indien. Unklarer ist die Lage in der Türkei, in Mexiko und im Iran. Hier hängt vieles vom weiteren politischen Geschehen ab“, resümiert der VDMA-Chefvolkswirt.

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