PwC Price Waterhouse Coopers Maschinenbauer bleiben weiter auf Wachstumskurs

Redakteur: Stefanie Michel

Der aktuelle PwC-Maschinenbau-Barometer zeigt, dass 75 % der deutschen Maschinenbauer an ein Wirtschaftswachstum glauben. Da viele mindestens die Hälfte ihres Umsatzes mit Auslandsgeschäften erwirtschaften, sehen sie größte Herausforderung weiterhin in der ausländische Konkurrenz.

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Der deutsche Maschinenbau blickt zuversichtlich in die Zukunft: 77 % der befragten Führungskräfte rechnen mit einer positiven Umsatzentwicklung für 2014.
Der deutsche Maschinenbau blickt zuversichtlich in die Zukunft: 77 % der befragten Führungskräfte rechnen mit einer positiven Umsatzentwicklung für 2014.
(Bild: Bosch)

Die deutschen Maschinenbauer schätzen ihre wirtschaftliche Entwicklung positiv ein. Sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene wird die aktuelle und zukünftige Wirtschaftslage positiv bewertet, wobei die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wie im Quartal zuvor optimistischer eingeschätzt wird: 75 % der Maschinenbauer geben hierbei eine positive Einschätzung ab. Das geht aus der aktuellen Studie „Maschinenbau-Barometer“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC her, für die 101 Führungskräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau befragt wurden.

Auch in Bezug auf die eigene Branche dominiert weitestgehend das optimistische Stimmungsbild, trotz leichter Einschnitte gegenüber dem ersten Quartal. Hier rechnen 77 % der befragten Führungskräfte mit einer positiven Umsatzentwicklung des Maschinenbausektors für 2014. Die durchschnittliche Wachstumserwartung sinkt um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal auf 1,6 %. Nach wie vor herrscht die größte Zuversicht der Maschinenbauer jedoch hinsichtlich der eigenen Unternehmensentwicklung im Vergleich zur Gesamtbranche. Unverändert sehen hier 90 % der Befragten ihr Unternehmen mindestens auf Branchenniveau. 80 % der befragten Maschinenbauer rechnen im laufenden Jahr mit einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Im Schnitt beläuft sich das geschätzte Umsatzplus durchschnittlich auf 3,9 %. An dieser Stelle lag der Wert im Vorquartal noch bei 4,6 %.

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Exportorientierung des Maschinenbaus auf gleichem Niveau

Die Maschinenbaubranche erwartet, dass ihr Auslandsgeschäft in den kommenden zwölf Monaten ähnlich wie im Vorquartal einen Anteil am Gesamtumsatz von knapp 60 % ausmachen wird. Dabei geben 72 % der befragten Führungskräfte an, mindestens die Hälfte ihres Gesamtumsatzes aus dem Ausland zu generieren. Demzufolge stellt die Wettbewerbssituation mit ausländischen Anbietern weiterhin die größte geschäftliche Herausforderung der deutschen Maschinenbauer dar. Der Mangel an Fachkräften und steigenden Personalkosten werden ebenfalls als zentrale Hindernisse für das Unternehmenswachstum genannt.

Die Hälfte der befragten Maschinenbauer plant in den nächsten zwölf Monaten größere Investitionen, die sich im Schnitt auf einen Anteil von 7 % des Gesamtumsatzes belaufen. Zentrale Ansatzpunkte für Investitionen zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsposition sind Ausgabenerhöhungen in den Bereichen F&E, Produkteinführungen, IT sowie die Expansion auf ausländischen Märkten. Für die zwei erstgenannten Bereiche sind die geplanten Ausgabenerhöhungen jedoch leicht rückläufig im Vergleich zum Vorquartal. „Der deutsche Maschinenbau setzt weiterhin auf Wachstum in den Auslandsmärkten und die führende Rolle bei technischen Innovationen. Die Unternehmen wollen diese Position halten und möglichst weiter ausbauen“, sagt Martin Theben, Partner und Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC.

„Digitaler Vertrieb“ ist nur bei größeren Unternehmen von Bedeutung

Beim Thema „digitaler Vertrieb“ ergibt sich ein deutliches Stimmungsbild: Während die Hälfte der umsatzstärkeren Unternehmen (ab einer Milliarde Euro Umsatz) sowie ein Drittel der gemessen an der Mitarbeiterzahl größeren Unternehmen den „digitalen Vertrieb“ als wichtig einstufen, scheinen die nach Mitarbeitern kleineren und umsatzschwächeren Unternehmen das Zukunftsthema noch nicht auf der Agenda zu haben. Ebenfalls auffällig: Unternehmen, die ein Umsatzwachstum von mindestens 5 % für das laufende Jahr gegenüber 2013 erwarten und die Entwicklung ihres Unternehmens über die der Gesamtbranche ansiedeln, stufen das Thema als relevant ein.

„Die Digitalisierung verändert grundlegend den Vertrieb im Maschinen- und Anlagenbau und bringt große Chancen mit sich, die signifikante Investitionen in diesem Bereich rechtfertigen. Richtig konzipiert und eingeführt sorgen die damit verbundenen mobilen Lösungen durch neue Vertriebsprozesse, Kundenkontaktpunkte, Vertriebskanäle, eine verbesserte Kundenbindung und effizientere Prozesse für höhere Umsätze und niedrigere Vertriebskosten. Eine nachhaltige Neuausrichtung des Vertriebs hinsichtlich der Digitalisierung steht jedoch bei fast allen Unternehmen der Maschinen- und Anlagenbaubranche noch aus“, stellt Dr. Nikolas Beutin, Partner des PwC-Bereichs Pricing, Sales & Marketing, fest.

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