Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

PWC-Maschinenbau-Barometer

Maschinenbauer lassen die Köpfe hängen

| Redakteur: Sariana Kunze

Laut dem PwC-Maschinenbau-Barometer belasten politische Instabilitäten und Kostensteigerungen die Branche.
Laut dem PwC-Maschinenbau-Barometer belasten politische Instabilitäten und Kostensteigerungen die Branche. (Siemens)

Am Jahresanfang war die Welt noch in Ordnung, der Optimismus im deutschen Maschinen- und Anlagenbau war greifbar. Laut dem aktuellen PWC-Maschinenbau-Barometer belasten jetzt politische Instabilitäten und Kostensteigerungen die Branche. Unter den 100 befragten Führungskräften blickt die Hälfte nur noch skeptisch in die Zukunft, die Investitionen sind rückläufig.

Die Umsatzerwartungen der Unternehmen büßen an Dynamik ein. So gehen die befragten Führungskräfte im Schnitt von einem Umsatzwachstum der Gesamtbranche für 2015 im Vergleich zum Vorjahr von 1,0 % aus. Im Vorquartal erwarteten die Maschinenbauer noch einen Zuwachs von 1,2 %. "Die gedämpften Zukunftsaussichten haben auch Einfluss auf die Selbstwahrnehmung der Unternehmen: Erstmals seit dem dritten Quartal 2014 schätzt mehr als die Hälfte der Maschinenbauer die eigene Unternehmensentwicklung für das laufende Jahr nicht besser als die der Gesamtbranche ein", sagt Dr. Frank Schmidt, Partner und Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PWC.

Zwar bewertet die Mehrheit der Befragten die derzeitige wirtschaftliche Situation sowohl in Deutschland als auch weltweit als positiv, die Stimmung hinsichtlich der kommenden 12 Monate hat sich jedoch merklich eingetrübt. So ist lediglich noch knapp die Hälfte der Befragten in Bezug auf die zukünftige weltweite Weltwirtschaftsentwicklung optimistisch eingestellt. Das geht aus der aktuellen Studie "Maschinenbau-Barometer" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC für das zweite Quartal 2015 hervor, für die 100 Führungskräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau befragt wurden.

Erst einmal abwarten

Nach wie vor bereiten die politischen Entwicklungen im Ausland, Konkurrenz aus ausländischen Märkten und die steigenden Personalkosten den exportorientierten deutschen Maschinen- und Anlagenbauern Kopfzerbrechen. Verglichen mit dem Vorquartal nahm der Anteil der Unternehmen, deren Kosten gestiegen sind, von 29 % auf 42 % zu - das ist der höchste Stand aller bisherigen Erhebungen des Maschinenbau-Barometers. "Insgesamt zeichnet unsere Studie das Bild einer Branche im Wartestand", kommentiert Schmidt. "Vieles deutet auf eine abwartende Haltung der Befragten hin, obwohl gerade jetzt vorentscheidende Weichenstellungen für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen gefragt sind, wie zum Beispiel im Hinblick auf den digitalen Wandel. Der Rückgang der Investitionsquote im Rahmen größerer Investitionsplanungen auf 6,6 % des Gesamtumsatzes ist in diesem Kontext sicherlich kein gutes Signal."

Elektromobilität kommt nicht in Fahrt

Neben der Digitalisierung der Wertschöpfung wird mittelfristig auch der Trend zur Elektromobilität die Agenda des Maschinenbaus als Zulieferbranche für die Automobilindustrie bestimmen. Die Mehrheit erwartet jedoch keine großen Umsatzsprünge. Vielmehr rechnet ein Großteil der Befragten mit einer konstanten Entwicklung der Umsätze. Diejenigen Befragten, die dennoch eine Steigerung erwarten, sind ausgenommen vorsichtig: Sie erwarten mehr Umsatzsteigerungen durch Produkte und Services (im Schnitt 3,0 %) als durch Änderungen der Wertschöpfungsprozesse (im Schnitt 0,9 %).

"Bei der zu erwartenden, kostenintensiven Umstellung der Fertigung und der Infrastruktur ist dies wenig überraschend", merkt Dr. Gerhard Nowak, Partner und Maschinenbauexperte bei Strategy&, an. "Zudem ist die vorherrschende Meinung zur mittel- und langfristigen Entwicklung von Elektromobilität ausgesprochen heterogen: die Branche verharrt in dieser Hinsicht derzeit also noch im Stand-by-Modus."

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43557243 / Marketing und Vertrieb)

Themen-Newsletter Management & IT abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Gut zu wissen

Zeitmanagement

Persönliche Ziele in nur einer Minute erreichen, die produktivste Phase des Tages nutzen und keine Zeit mehr in Meetings verschwenden – mit unseren Tipps werden Sie zum effektiven Zeitmanager. lesen

Gut zu wissen

Der Business-Knigge

Wohin kommt die Serviette? Wer sitzt wo im Dienstwagen? Und darf ich eigentlich Notizen auf eine fremde Visitenkarte machen? Wir haben die Antworten. lesen